Als die Bahn nach Rothenburgsort fuhr

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Hinweisschild in einem ehemaligen Hochbahnwagen Foto: wb

Geschichtscafé Hamm lädt am 1. März ein

Hamm Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils, das nächste Geschichtscafé ist ein Leckerbissen für alle Freunde des öffentlichen Nahverkehrs. Karsten Leiding berichtet über die Hochbahn nach Rothenburgsort. Die Gleise starteten am Hauptbahnhof. Es folgten die Haltestellen Spaldingstraße, Süderstraße, Brückenstraße und Rothenburgsort. Die Planungen begannen 1891, die Bauarbeiten starteten 1911 und am 27. Juli 1915 wurde der reguläre Betrieb aufgenommen. Die Schienen verliefen ab dem Besenbinderhof auf Erddämmen und einem eisernen Viadukt. Eine unterirdische Streckenführung wäre in dem feuchten, von Kanälen durchzogenem Hammerbrook zu teuer gewesen. Rothenburgsort war nur als vorläufiger Endpunkt gedacht. Für die etwas über drei Kilometer lange Bahnstrecke betrug die Fahrzeit sieben Minuten. Ein wirtschaftlicher Erfolg wollte sich aber nicht einstellen. Die gute Verkehrserschließung in diesem dicht bebauten Gebiet ließ wohl viele die Straßenbahn benutzen. Vom 17.9.1923 bis zum 22.2.1924 wurde der Betrieb aus Kostengründen ganz eingestellt. Auf den Tag genau fuhr nach 28 Jahren der letzte Zug auf der Strecke, denn das Viadukt wurde im Feuersturm stark beschädigt. Eine Wiederaufnahme des Betriebs war nicht geplant, da in dem Gebiet keine Menschen mehr lebten. Nach dem Krieg wurden die Gleise demontiert. Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm

Das Geschichtscafé des Stadtteilarchivs Hamm, Carl-Petersen-Straße 76, Hofzugang, startet am Dienstag, den 1. März um 14.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 € inkl. Kaffee und Kuchen.
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