Am 25. Februar ist Droßmann-Tag

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SPD-Fraktionsvorsitzender Falko Droßmann Foto: wb

Dann wird voraussichtlich der neue Bezirksamtsleiter Mitte gewählt

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Nun ist es sicher: Die jüngste Bezirksversammlung hat entschieden, dass die Stelle des Bezirksamtsleiters Mitte nicht ausgeschrieben wird. Ein entsprechender Antrag der Grünen-Fraktion wurde angenommen. Wer wird Nachfolger von Andy Grote (SPD) als Bezirksamtsleiter Mitte? Wenn nicht bis Donnerstag noch ein weiterer Name aus dem Hut gezaubert wird, muss sich die SPD einen neuen Fraktionschef suchen. Der Wechsel von Falko Droßmann auf Grotes ehemaligen Stuhl – Grote ist Innensenator als Nachfolger von Michael Neumann – gilt als sicher. In der Bezirksversammlung ging es noch einmal um die Frage, ob die Stelle nicht eigentlich ausgeschrieben werden müsste, wie es die CDU, die Linken und die Piraten verlangt hatten. In der kurzen Debatte blitzte ein paar Mal vernehmlich Polemik auf. Michael Osterburg (Grüne) meinte, es sei fair, in einer Ausschreibung nicht noch einmal möglichen Bewerbern Hoffnung zu machen. Die direkte Wahl durch das Parlament sei demokratisch und das Amt seit der Bezirksreform ein politischer Posten. Gunter Böttcher (CDU) widersprach: „Wir halten das nicht für das richtige Verfahren“. Ausschreibungen machten Sinn, der Antrag der Grünen sei „völlig falsch“. Andreas Gerhold (Piraten) fand „auffällig, wie kurz der Antrag ist“. Bei der Wahl Grotes, erinnerte er, habe es drei Kandidaten gegeben. Gerhold geißelte „autoritäre Hinterzimmerstrukturen“, es gebe ein Klima der Angst in der Verwaltung, sich auf diese Stelle zu bewerben. Sein Beitrag wurde mit der Frage kommentiert, ob er „wieder zu viel geraucht“ habe. Christine Detamble-Voss (Die Linke) sagte, beim Bezirksamtsleiter handelte es sich nicht um einen „Pille-Palle-Posten“, es „ist unglaublich, wie Ihr diese Position runterfahrt“. Die Parlamentarierin fand es „erbärmlich, was aus den kämpferischen Grünen geworden ist“. Kay Gottschalk (AfD) meinte, selbst, wenn es einen anderen Bewerber gebe, werde man ihn nicht nehmen. Arik Willner (SPD) sagte, Wahl und Ausschreibung sei „gleichrangig im Gesetz“. Gebe es einen adäquaten Kandidaten, könne man auf eine Ausschreibung verzichten. Droßmann stehe zur Verfügung, sei seit 2001 in der Kommunalpolitik und viermal gewählt worden. Die Ausschreibung wurde abgelehnt, die Wahl findet am 25. Februar statt. Falko Droßmann hatte zu diesem Tagesordnungspunkt den Saal verlassen.
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