Am „KinderSonntag“ gehts ins Tierheim

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Anna Berghaus erklärt als Ratten-Expertin alles rund um die Nager und ihr Leben in Hamburg. Die Farbratten sind dann die Züchtung, die auch als Haustier genutzt wird Foto: kg

In der Süderstraße erleben Grundschüler Hamster und Co. live

Von Karen Grell
Rothenburgsort
Seit sechs Jahren gibt es im Tierheim Süderstraße den „KinderSonntag“. Auf dem Programm: Bastelaktionen, Tierfilme und ein Besuch der verschiedenen Tiere vor Ort. Manches Mal sind auch Gäste eingeladen, die zu einer bestimmten Rasse etwas erzählen können. An einem der Sonntage im Juli waren es Anna und Jolf Berghaus, die Rattenkenner sind und auch gleich Milli und Molly als Vorzeigeexemplare mitgebracht hatten. „Die find‘ ich eigentlich richtig süß“, sagt Lotte. Annika streichelt einer der Farbratten ohne jede Berührungsängste über das weiche Fell. Oft werden sie als eklig angesehen. „Zu Unrecht“, meint Anna Berghaus, denn „als Haustier sind die Ratten sogar noch besser geeignet als ein Hamster oder Meerschweinchen“. An jedem „KinderSonntag“, zu dem Kinder im Grundschulalter kommen dürfen, steht ein bestimmtes Tier im Mittelpunkt. Mal sind es die Haie, dann wieder Bienen, Hunde oder Wölfe, und immer gibt es jede Menge interessanter Infos rund um dieses Tier. Warum die Ratte als Haustier „Farbratte“ genannt wird, kann Lotte ganz einfach erklären: „Vielleicht, weil sie eine richtige Farbe haben und nicht so grau sind, wie die von der Straße“. Richtig ist auf jeden Fall, dass diese Nager aus einer speziellen Züchtung stammen, die nie Kontakt zur Straße hatte. „Wir haben in Hamburg mehr Ratten als Einwohner“, erklärt Anna Berghaus den Hintergrund der Tiere in der Stadt. Die meisten von ihnen leben in der Kanalisationen und überall, wo sie etwas zu fressen finden. „Wichtig ist deshalb, das Pausenbrot nicht einfach ins Gebüsch zu werfen und Lebensmittel nicht in der Toilette zu entsorgen“, erklärt die Ratten-Expertin den „SonntagsKindern“. Überall, wo Dreck herumliege käme es dann auch verstärkt zu Rattenansammlungen. Der Nager als Haustier ist da viel anspruchsvoller, mag den Luxus des leckeren Futters und lebt gern in einem sauberen Käfig. „Das Fell ist genauso weich wie bei einem Hamster“, findet Viktoria, die sich schon mit der ersten mitgebrachten Farbratte angefreundet hat.
Jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 11.30 Uhr können alle Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren kostenlos in das Tierheim Süderstraße kommen und verschiedene Tiere kennenlernen. Ab September geht es weiter mit den Menschenaffen.
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