Anhänger nerven weiter

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Ein Werbe-Anhänger in der Spaldingstraße in Hammerbrook. Hier könnte ein PKW parken. Foto: Röhe

Wer länger als 14 Tage parkt, wird abgeschleppt

Hammerbrook/Borgfelde. Keine Änderung in Sicht: Noch immer müssen Parkplatzsuchende in Citynähe lange herumkurven, um einen der begehrten kostenlosen Parkplätze zu erhaschen. Längs der Straßen im Quartier Hammerbrook und Borgfelde gibt es Parkstreifen – doch auf ihnen stehen immer mehr Anhänger mit Werbetafeln. Sie blockieren die Parplätze, nach denen Geschäftsleute, Arbeitnehmer und Touristen dringend suchen.
Parkplätze blockiert
Bereits vor einigen Wochen berichtete das WochenBlatt über die Zustände blockierter Parkflächen. Je näher Autofahrer in die Innenstadt kommen, desto auffälliger sind die zum Teil 3 mal 2,5 Meter großen Werbetafeln auf Anhängergestellen.
Allein im Stadtteil Hammerbrook stehen mindestens sechs, im benachbarten Borgfelde vier Werbe-Anhänger. Drei weitere sind an der Eiffestraße platziert, in der ansonsten in beide Fahrtrichtungen mehrere PKW einen Platz finden könnten. Teils stehen sie mehrere Wochen auf den öffentlichen Flächen und verärgern so manchen Autofahrer. Laut Straßenverkehrsordnung (§ 12, Absatz 3b ) heißt es zwar, dass mit Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug nicht länger als zwei Wochen geparkt werden darf. Aber wer kontrolliert, ob ein Anhänger länger als zwei Wochen auf einem öffentlichen Parkplatz steht? „Wenn wir nachweisen können, dass die Werbeanhänger länger als 14 Tage dort stehen, können wir Bußgelder verhängen und sogar Unterlassungsverfügungen an die Firmen erlassen“, sagt Norman Cordes, Sprecher des Bezirksamts Hamburg-Mitte und ergänzt: „Beim Bezirksamt Hamburg-Mitte sind im Jahr 2012 fünf Anwohnerbeschwerden eingegangen, die sich auf Anhänger im Bereich Horn bezogen. Dort war aber nicht die Werbung, sondern das unbefugte Parken der Anlass.“ Das Bezirksamt achtet bei der Kontrolle des ruhenden Verkehrs auch auf mögliche Werbeanhänger, aber, so teilt Norman Cordes mit, im Bereich Mitte sei dabei festzustellen, dass diese möglicherweise für Werbezwecke abgestellten Anhänger nie länger als die rechtlich zulässigen 14 Tage stehen.
Langzeitparker melden
Wenn Anwohner allerdings Meldung machen, sei es nicht die Zuständigkeit des Bezirks, sondern der Polizei. „Abschleppen beziehungsweise Entfernen kann bei dauergeparkten Anhängern nur durch die Polizei angeordnet und durch deren Beauftragte durchgeführt werden“, sagt Cordes. Dabei müssten nach der ersten Feststellung 14 Tage vergangen sein, in denen das Teil nicht bewegt wurde.
Vorerst kurven also weiterhin Geschäftsleute, Arbeitnehmer und Touristen weiter umher, um einen der begehrten Parkplätze zu erhaschen. (mr)
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