Ansichtssache: Der Dreck ist weg

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Laub verdreckt den Rinnstein Foto: fbt

Denn saubere Wohnstraßen machen eine Gegend hübsch

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Die Masse ist schwarz und hartnäckig. Sie verunstaltet die Parkplätze, verstopft den Rinnstein und einen Gully. Es geht um Laub vom letzten Jahr, vermischt mit Sand, einer Kippe, einem Kronkorken. Die Straße wirkt wie wochenlang nicht abgewaschenes Geschirr. Also macht der Wochenblatt-Autor Fotos von dem Ungemach am Anfang des Sonnenlands und begibt sich auf Spurensuche: Warum ist der Altdreck vom letzten Herbst noch nicht weggeräumt? Und wer ist dafür zuständig? Die Mail an Bezirk-Mitte-Sprecherin Sorina Weiland verlässt noch am selben Tag das Haus, garniert mit Ansichtsbildern. Und siehe da: Nach nur einer Nacht ist die Stadtreinigung mit einem Trupp Quartiersreiniger angerückt. Die fegen, schaufeln und bilden für die am nächsten Tag schrubbende Kehrmaschine einen Dreckwulst an einer Bauminsel aus. Ein freundlicher Mann in orangefarbener Uniform gibt Auskunft, er gehöre zu den Quartiersreinigern, sein Pensum an Straßen klingt riesig. Und Sorina Weiland vermeldet, nur eine Straße, die im Wegereinigungsverzeichnis zu finden sei, werde auch gekehrt. Das Wegereinigungsverzeichnis, sagt Reinhard Fiedler von der Stadtreinigung, werde jährlich zum 1. April aktualisiert, Anträge müssten an das Bezirksamt gestellt werden. Was lange währt, könnte also vielleicht gut werden. Schön wäre, wenn die Feger und Schaufler regelmäßig zurückkämen. Denn: Saubere Wohnstraßen machen eine Gegend hübsch, wo sich der Dreck immer wieder neu stapelt, mag niemand gerne sein.
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2 Kommentare
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Udo Schuett aus Eppendorf | 17.02.2016 | 19:19  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 18.02.2016 | 09:52  
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