Aqua-Agenten im Einsatz

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Rund 200 Aqua-Agenten machten auf die Verschmutzung der Meere aufmerksamFoto: AQUA-AGENTEN-Büro/K. Angerer

Grundschüler aus Billstedt und Horn setzen sich für mehr Umweltschutz ein

Billstedt/Horn Sondereinsatz in der Innenstadt. Am Dienstagmorgen rückten rund 200 Agenten zu einer Erkundungsaktion in die City aus. Bei dem Großeinsatz der Aqua-Agenten, befragten rund 200 Schüler aus ganz Hamburg mehr als 500 Passanten. Lautstark forderten sie am Weltwassertag: Kein Plastikmüll im Meer! Plastikflaschen, Dosen und Tüten – Müll soweit das Auge reicht. Die Bilder von im Pazifik treibenden Müllteppichen haben sich bei Reworldren, Yasin, Luka und Julia besonders eingeprägt. Um sich auf das Thema „Plastikmüll im Meer“ vorzubereiten, haben sich die Grundschüler der Schule „Beim Pachthof“ in Horn viele Filme angesehen, Bücher und Artikel gelesen und gelernt, wie man ein Interview führt. Nun sind die Aqua-Agenten bereit für den Außeneinsatz. Sie wollen die Hamburger zu mehr Umweltschutz überreden. Mit Klemmbrettern unterm Arm zog das Agenten-Team vor die Europa-Passage. Dort war keiner mehr vor ihnen sicher. Egal, ob man auf dem Weg zur Arbeit war oder durch die Geschäfte bummeln wollte, der Einsatztrupp der Horner Schule hielt jeden an und stellte ganz schön knifflige Fragen. „Wie viele Jahre schwimmt eine Plastikflasche im Meer“, fragt Luka. Kaum einer der befragten Erwachsenen wusste hierauf die richtige Antwort, viele tippten auf ein paar Jahrzehnte. Julia und Yasin wissen es besser: „Bis zu 450 Jahre dauert es tatsächlich!“ Die Grundschüler gingen noch einen Schritt weiter und fragten, was jeder einzelne für die Umwelt nun tun kann. Da fingen nicht wenige an zu überlegen oder kamen ins Stocken. Reworldren gab Tipps: So sollte man nicht nur den eigenen Müll entsorgen, sondern auch fremden Müll aufheben. „Bei einem Strandspaziergang zum Beispiel“, schlägt die 9-Jährige vor. Man könne auch ganz auf PET-Flaschen verzichten, so die anderen Schüler.

Große Beteiligung


Der Einsatz kam nicht nur bei den Schülern gut an. „Wenn Kinder über ein Thema sprechen, hören Erwachsene gleich ganz anders zu“, sagt Akif Polat, einer der Befragten. Auch Bettina Zobott und Bernd Wilsberg hörten genau hin, was ihnen die vier Aqua-Agenten zu sagen hatten. „Es ist wichtig, wieder öfter über das Thema zu sprechen. Es gibt ein großes Problem mit dem ganzen Plastik im Meer. Das wirkt sich auf Fische und letztendlich auch auf uns Menschen aus“, sagt das Pärchen aus Eckernförde. Bei der Aktion, organisiert von der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, Hamburg Wasser sowie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), lernen Kinder, wie wichtig Wasser als Ressource der Zukunft ist. Auf der Straße zeigen sie, dass das Thema alle betrifft. (mdt)

Weitere Infos: Aqua-Agenten
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