Auf lange Bank geschoben

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Kein Ort zum Pause machen: Die verdreckte Anlage in der Billstedter Fußgängerzone Foto: mdt

Warum die Billstedter auf Altona warten müssen, wenn es um Sauberkeit geht

Von Marco Dittmer
Billstedt
Im Zentrum Billstedts verkommen immer mehr Sitzbänke. In der Fußgängerzone vor dem Billstedt Center an der Möllner Landstraße setzen sich viele Passanten lieber auf Steinmauern als auf die Holzbänke unter den Bäumen.
Auf den Bänken kleben alte Kaugummis, die Holzstreben sind voller Taubendreck, dazwischen liegen Kippen, Taschentücher und viele andere Hinterlassenschaften. Kein Ort an dem man eine Pause machen möchte. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte gab nun bekannt, dass die Bankstandorte neu gestaltet werden sollen. Die Säuberung der alten Sitzflächen könnte aber noch länger auf sich warten lassen.
Dabei ist das Problem schon seit Monaten bekannt. Mitarbeiter des Billstedter Standortes des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes, das für die Pflege von öffentlichen Plätzen zuständig ist, haben bereits im vergangenen Jahr einen Auftrag zur Reinigung der Sitzflächen erteilt. Doch seitdem liegt der Reinigungsauftrag in der Warteschleife der Verwaltung in Mitte. Das Bezirksamt hofft, das Papier noch im September nach Altona zu schicken, wo das Projekt dann ausgeschrieben werden kann. Zuvor müssen die Beamten in Mitte aber noch ein ausführliches Leistungsverzeichnis fertigstellen. Darin werden alle denkbaren Arbeiten an Grünanlagen und öffentlichen Plätzen definiert und zusammengefasst, seit Monaten wird bereits daran gearbeitet. Das Dokument ist notwendig, weil künftig die Vergabe von Aufträgen aller Bezirke zentral gesteuert werden soll. Ein Pilotprojekt der Hamburger Verwaltung läuft bereits seit Ende vergangenen Jahres im Bezirksamt Altona. Von der Druckerpatrone bis zur Pflege von Grünanlagen oder eben der Reinigung von Sitzbänken sollen in Zukunft alle Beschaffungen der Stadt von dieser Stelle gelenkt werden.
Wie lange es dauert, bis der Auftrag an ein Reinigungsunternehmen vergeben wird, ist noch unklar. Eine entsprechende Anfrage des Wochenblatts blieb unbeantwortet.
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