Aufschwung im Billstedt-Center?

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Schon zur Eröffnung von Primark kamen viele Besucher im Billstedt-Center Foto: wb
 
Melanie Schnitker: Wie sich Primark langfristig auswirkt, kann man noch nicht sehen Foto: wb

Primark freut sich über regen Zuspruch – Nachbesserungen im Center notwendig

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Die neu eröffnete Primark-Filiale im Billstedt-Center zieht nach wie vor viele Kunden an (das Wochenblatt berichtete). Die zuständigen Manager zeigten sich, zu Gast im Regionalausschuss, äußerst zufrieden. Auch das Centermanagement reagierte positiv. „Hamburg hat alles übertroffen“, so Jürgen Klaukien, Primark-Verantwortlicher für Deutschland und Österreich. Er äußerte sich vergangenen Dienstag begeistert über den neuen Shop seines Unternehmens in Hamburg. Viele Kunden kämen von weiter weg, im Dezember seien 60 Prozent mehr Leute im Billstedt-Center gewesen, die Frequenz sei sehr gut. Klaukien war zusammen mit seinem Pressesprecher Gast im Regionalausschuss Billstedt. Auch sein Sprecher nannte die Eröffnung phänomenal, „damit haben wir nicht gerechnet“. Die Zunahme werde aber weniger, Freitag und Sonnabend seien die stärksten Tage. Die gestiegenen Besucherzahlen – welche die Primark-Manager nicht belegen konnten – wirken sich unweigerlich auch auf das Einkaufscenter aus, nicht immer positiv. So seien die sanitären Anlagen seit der Eröffnung im Dezember völlig unzureichend. Auch die Wickelmöcklichkeiten für Eltern mit Kleinkindern seien aktuell überlaufen. Hier bemühe man sich um eine Lösung, heißt es von Primark. Viele der Abgeordneten im Ausschuss äußerten sich positiv über den neuen Händler im Billstedt-Center.

Gewinnung von Neukunden

Frank Ramlow (SPD) sagt, dass auch die Marktbeschicker auf dem Wochenmarkt neue Kunden gewonnen haben. Die Kunden, so Jürgen Klaukien von Primark, verweilten den ganzen Tag im Center. Der zweite große Fragenkomplex der Abgeordneten widmete sich den Mitarbeitern: Demnach sind rund 300 Mitarbeiter aus Arbeitslosigkeit oder in ihren ersten Job eingestellt worden. Ein kleiner Teil käme aus anderen Läden der Kette, rund 180 Leute arbeiten Vollzeit, die restlichen Teilzeit, insgesamt sind 500 Leute in der Filiale im Job. Mittelfristig will das Unternehmen auch in Billstedt ausbilden. Center-Managerin Dana Schulz sagte auf Anfrage, die Besucherzahlen hätten sich durch Primark-Eröffnung und Weihnachtsgeschäft „durchaus positiv entwickelt“. Man spüre „insbesondere einen Anstieg bei Neukunden“. Neben der Gastronomie beobachte man auch in den übrigen Branchen „Anstiege in Frequenz und Umsatz“ und höre das auch von den Mietern. Bei den WCs sei der Ausnahmezustand der Eröffnung vorbei und man könne „eine Beruhigung der Situation beobachten“. Man arbeite an einem Lösungsansatz, „die Kunden-WCs den künftigen Anforderungen anzupassen“.

Unterschiedliche Reaktionen

Die Reaktionen der Händler im Center sind unterschiedlich. Apothekerin Melanie Schnitker meint, darüber, wie sich der neue Laden auswirke, könne man derzeit noch nichts sagen, weil die Eröffnung mit dem Weihnachtsgeschäft zusammengefallen sei, man „müsste ein bisschen abwarten“. Es sei aber lebendiger geworden, findet sie. Svenja Hartwig, die in einem Bekleidunsgeschäft arbeitet, spricht davon, dass mehr Leute da seien. Im Publikum seien alle Altersklassen. Maryam Andesch arbeitet im Geschäft direkt gegenüber und sagt, Primark habe „sehr gute Folgen“ gehabt: „Uns tut das gut“. Marzena Jazdzewski und Ilona Gnitecka stehen hinter dem Tresen eines Bäckerladens im Erdgeschoss des Billstedt Centers und schimpfen darüber, dass sie jetzt die Parkplätze bezahlen oder ewig nach einem kostenfreien suchen müssen. Auch sie sind der Meinung, dass jetzt mehr Leute ins Center kommen.

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