Aufstieg verpasst

Anzeige
Christopher Blume (Mitte) kommt einen Tick eher an den Ball als sein Gegenspieler. Ein Szene aus dem unglücklich mit 0:1 verlorenen Spiel gegen den HEBC.Foto: Thomas Hoyer

Enttäuschung beim MSV nach 2:5 Niederlage gegen Pinneberg

MÜMMELMANNSBERG. Große Enttäuschung bei den Fußballern des MSV Hamburg: Im letzten und entscheidenden Aufstiegsspiel zur Landesliga unterlag die Truppe von Trainer Kenny Lorenzen beim TVB Pinneberg mit 2:5 und steht nun nach einer guten Saison mit leeren Händen da.
In den ersten Minuten waren die Mümmelmannsberger voll da, konnten jedoch zwei gute Chancen nicht nutzen. In Folge kontrollierte die Mannschaft die Partie, ohne wirklich zwingend zu agieren. Wie aus heiterem Himmel geriet man in der 33. Minute 0:1 in Rückstand, ein Treffer, den David Swatek mit einem Fehlpass einleitete. Als dem Gegner nur drei Minuten später nach einer Kette von Unzulänglichkeiten auf der linken Seite das 2:0 gelang, schien der Aufstieg in weiter Ferne. Doch die Mümmelmannsberger kamen zurück. Der für Swatek eingewechselte Silo Kanar eroberte in der 41. Minute den Ball. Ein Pass zu Ivan Klaric, und es hieß 1:2. Den Ausgleich erzielte Jan Dreyer nach Freistoß von Alexander Wolf (55.). Kurz darauf vergaben Klaric und Kaner eine Doppelchance zum möglichen Führungstreffer. Dann aber nahm die Niederlage des MSV ihren Lauf. Torwart Florian Walther blieb nach einem hohen Ball in den Strafraum auf der Linie kleben anstatt „Torwart“ zu rufen. Der von Guido Stendel per Kopf abgefangene Ball landete nicht wie geplant bei Florian Blohm sondern beim Gegner, der sich die Chance nicht entgehen ließ und das 3:2 erzielte. Eine unnötige Ecke führte zum vierten Gegentreffer (80.), ein Konter brachte kurz vor Schluss das 2:5 (90.). „Der Spielverlauf passte heute zur kompletten Relegation“, lautete das Fazit von MSV–Trainer Kenny Lorenzen. Mit einem etwas mageren 1:1 gegen den BSV Buxtehude waren die Mümmelmannsberger auf heimischem Geläuf in die Ausstiegsspiele gestartet. Zwar agierte das Team, in der ersten Halbzeit dieser Partie gegen defensiv eingestellte Gäste überlegen, doch klare Chancen sprangen dabei nicht heraus. Als die Buxtehuder nach der Pause etwas offensiver zu Werke gingen, bot sich dem MSV endlich mehr Platz. Nach Querpass von Dreyer, der das Leder im Mittelfeld erobert hatte, ließ Oliver Lubinski zwei Mann stehen. Sein anschließender Schuss wurde vom Torwart an die Unterkante der Latte gelenkt, und der zurückspringende Ball von einem Buxtehuder Spieler, der nicht mehr bremsen konnte, in die eigenen Maschen befördert. Danach erhöhten die Gäste die Schlagzahl merklich, hatten dabei Glück das Timo Aschenbrenner und Matthias Juckel gleich drei Konterchancen kläglich verstolperten. In der letzten Viertelstunde kam die MSV-Abwehr heftig ins Schwimmen. Ein von Klaric abgefälschter Schuss aus der zweiten Reihe nach zu kurz abgewehrtem Freistoß brachte den verdienten Ausgleich (82.). Im zweiten Aufstiegsspiel gegen den HEBC auf dem Sportplatz Dulsberg-Süd bestimmte der MSV in der Anfangsphase das Geschehen, besaß durch Niklas Thomsen und Aschenbrenner zwei Möglichkeiten zum Führungstreffer. In der Folge ließ sich die Mannschaft von der harten Gangart des Gegners den Schneid abkaufen. Nach 35 Minuten konnte MSV-Keeper Walther die einzige klare Chance des Eimsbüttler vereiteln. 180 Sekunden vor dem Pausenpfiff, hatte Dreyer mit einem Kopfball an den Pfosten Pech.
Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich zunächst beide Teams. Bis zur 53. Minute, als dem HEBC nach langem Einwurf, unglücklicher Kopfballverlängerung von Blohm im Luftzweikampf per Kopfball der „Treffer des Tages“ gelang. In der darauf folgende Viertelstunde warf der MSV alles nach vorne, besaß durch Dreyer, dessen Kopfball vom gegnerischen Torwart glänzend pariert wurde, Juckel und Thomsen drei Hochkaräter zum Ausgleich. Danach ließen die MSVer die Köpfe hängen.
Nur ein Freistoß von Swatek, der länger und länger wurde, brachte den HEBC noch einmal in Bedrängnis. „Dieses Spiel hat der Glücklichere gewonnen“, so MSV-Trainer Lorenzen.
Mit Ausnahme von Aschenbrenner (zu Bergedorf 85) und Kanar (zu Vier- und Marschlande) werden alle wichtigen Spieler auch in der kommenden Serie das MSV-Trikot tragen. (th)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige