Auftakt mit Tumult

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AfD-Chef Bernd Lucke (l.) mit Spitzenkandidat Jörn Kruse Foto: Glitz

Aktivisten stören AfD-Veranstaltung. Integration als Thema

Von Rainer Glitz
Hamburg
Mannschaftswagen, Absperrgitter und Dutzende Beamte mit Helm und voller Montur: Ein großes Polizeiaufgebot riegelte das Emporio-Hochhaus in der Nähe des Gänsemarktes ab. Grund: Das „Bündnis gegen Rechts“ hatte dazu aufgerufen, den Wahlkampfauftakt der Alternative für Deutschland (AfD) „kritisch zu begleiten“. Von Aktivisten  im Publikum kamen Zwischenrufe, einer wurde nach einem kurzen Tumult von der Polizei aus dem Saal geführt. Währenddessen schwor der Hamburger AfD-Spitzenkandidat Jörn Kruse das Publikum auf den Wahlkampf ein. „Der Terroranschlag in Paris hat mich außerordentlich bewegt, ich hatte so etwas allerdings befürchtet“, sagte er. Man dürfe nicht von „den Moslems“ sprechen, allerdings müsse eine Grenze gegenüber gewalttätigen Islamisten gezogen werden.
Pressefreiheit und Toleranz seien richtig, so Jörn Kruse: „Wir brauchen jetzt aber handfeste Reaktionen“. Der AfD-Spitzenkandidat sprach sich für die Überwachung der Telekommunikation und eine Vorratsdatenspeicherung aus, die Polizei müsse auch personell verstärkt werden. Er sei für ein Kopftuchverbot von Lehrerinnen. „Integration ist der Schlüssel für fast alles“, sagte Kruse. Hier müsse der Staat klare Signale und Anreize für muslimische Flüchtlinge setzen. Wer sich verweigere, müsse aber wissen, dass er Probleme bekäme.
Die AfD will laut Kruse in Hamburg Themen aufgreifen, die bislang vernachlässigt wurden. Er nannte Schulen, Hochschulen und Verkehr als Beispiele.
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