„Autoknast“ brachte 2,9 Millionen Euro

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Der KFZ-Verwahrplatz in der Ausschläger Allee ist auch eine Geldeinnahmequelle für die Stadt  Foto: Röhe
Rothenburgsort. Der etwa 5.100 Quadratmeter große Parkplatz in der Ausschläger Allee ist mit einem zweimeterhohen Zaun, diversen Beleuchtungsanlagen, einer Alarmanlage sowie mehreren Videokameras und schließlich Aufsichtspersonal gesichert. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, werden dort die „Häftlinge“ bewacht – ein Ausbrechen ist unmöglich.
Die Rede ist von Hamburgs Zentraler Fahrzeugsverwahrstelle Ausschläger Allee (II), auch „Autoknast“ genannt. Im Jahr 2012 kamen in etwa 19.000 „Häftlinge“ hinter Gittern. Lastkraftwagen unterschiedlicher Größen (ab vier Tonnen), Mofas, Fahrräder, Mopeds oder Kleinkrafträder, sowie Krafträder waren dabei. Die Gebühreneinnahmen durch abgeschleppte Fahrzeuge betrugen im Jahr 2012 in etwa 2,9 Millionen Euro.
Durchschnittlich steht ein Fahrzeug 4,5 Tage auf dem zentralen Verwahrplatz, bevor der Besitzer das Fahrzeug mit mindestens 250 Euro frei kauft – direkt vor Ort und in der Regel bar „auf die Kralle“ oder mit EC-Karte. Einigen Besitzern scheint es ein so hoher Betrag zu sein, dass sie schlussendlich das Fahrzeug nicht abgeholt haben. Drei Autos wurden nach Senatsangaben im vergangenen Jahr nicht abgeholt. Fahrzeuge werden in der Regel nur dann abgeschleppt, wenn sie eine erhebliche Beeinträchtigung oder eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen.
Parkt jemand seinen Wagen vor einer Feuerwehreinfahrt, in einer absoluten Halteverbotszone oder beispielsweise ungerechtfertigter Weise auf einem öffentlichen Behindertenparkplatz wird abgeschleppt. (mr)
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