Baustopp für Hamburger Stadtteilhaus

Anzeige
Das Gelände an der Straße Am Gojenboom ist eingezäunt und ein Bagger war auch schon da. Doch weil der Boden verunreinigt ist, verzögern sich die Bauarbeiten für das Stadtteilhaus Foto: mt

Bezirk muss verseuchten Boden untersuchen lassen. Eröffnung verschoben

Von Marco Dittmer-Thielcke
Hamburg. Was ist denn da los? Nachdem am 6. November das Areal des neuen Stadtteilhauses in Horn endlich umzäunt wurde und ein Bagger anfing, Erde auszuheben, ist es seit Freitag schon wieder ruhig auf der Baustelle – von dem Bagger und den Arbeitern war nichts mehr zu sehen.

Offenbar ist die Erde des früheren Parkplatzes mit Öl kontaminiert. Zur Zeit wird untersucht, wie stark die Belastung ist, davon ist abhängig, wo der Boden entsorgt werden muss. „Hinter den Kulissen wird trotz Baustopps mit Hochdruck weitergearbeitet“, sagt Sorina Weiland, Pressesprecherin vom Bezirksamt Mitte. So sollen noch im Dezember die Vorbereitungen für das Fundament beginnen. Parallel dazu sucht der Kampfmittelräumdienst nach Blindgängern auf dem Gelände.
Inzwischen wurde der Eröffnungstermin des Stadtteilhauses um Monate verschoben. Bisher war die Fertigstellung im ersten Halbjahr 2015 geplant. Nun soll der Neubau aber erst im ersten Quartal 2016 stehen.

Baustellen-Tagebuch im Internet

Geschichtswerkstatt und Stadtteilverein waren über den Beginn der Bauarbeiten besonders froh, denn sie warten schon seit Jahren auf das Haus. Entsprechend genau beobachten sie die Bauarbeiten. Dafür haben sie im Internet einen „Bau-Blog“ eingerichtet, wo Interessierte sich über den aktuellen Stand informieren können. Für das Baustellen-Tagebuch stehen die Stadtteilvereine in engen Kontakt mit der Stadtplanungsabteilung des Bezirks.
In dem neuen Stadtteilhaus sollen bis zu zwölf Institutionen Platz finden, darunter die Geschichtswerkstatt, der Stadtteilverein und eine Bücherhalle.

In der Vergangenheit musste der Baubeginn immer wieder verschoben werden (das Wochenblatt berichtete). Zuletzt wurde er verlegt, weil Ausschreibungen für die Baumaßnahmen noch bis Mitte August liefen. Karin Wienberg vom Stadtteilverein berichtete damals, dass wegen der vielen Verzögerungen bereits die ersten Baufirmen abspringen würden.

Dabei war der erste Spatenstich bereits vor sechs Monaten gewesen. Bezirksamtsleiter Andy Grote sprach dabei von „einem neuen Horn-Gefühl“, das mit der Horner Freiheit entstehen werde. Im Januar hatte die Bezirksversammlung 200.000 Euro bereitgestellt, um die voraussichtlich letzte Lücke in der Finanzierung zu schließen.

Bautagebuch: baublog.horner-freiheit.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige