Bessere Einkaufsmöglichkeiten in Billstedt geplant

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Hier soll möglicherweise ein Vollsortimenter einziehen Foto: Timm

Der Bezirk Hamburg-Mitte arbeitet an einem Nahversorgungskonzept. Weiterer Supermarkt an der Möllner Landstraße denkbar

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Immer wieder wird in den Gremien der Bezirksversammlung über Einkaufsmöglichkeiten in Öjendorf diskutiert. Die Merkenstraße ist für ein Marktprojekt zu eng, dafür könnte am Anfang der Möllner Landstraße etwas Neues entstehen. Wo kann ich in Öjendorf, Kirchsteinbek und Schiffbek einkaufen? Reichen die existierenden Märkte und Geschäfte aus? Fachamtsleiter Michael Mathe vom Bezirksamt Mitte verwies im jüngsten Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung darauf, dass gerade an einem neuen Nahversorgungskonzept für den ganzen Bezirk Mitte gearbeitet wird, die ersten Ergebnisse sollen im Oktober vorgestellt werden. Doch es gibt konkretere Neuigkeiten. Tobias Piekatz (SPD) sagte dem Hamburger Wochenblatt, im Neubau an Stelle der Post an der Möllner Landstraße wolle man einen weiteren Vollsortimenter – also einen Lebensmittelmarkt mit vollständigem Angebot – vorsehen. Offizielle Aussagen von der Verwaltung zu dem Projekt gibt es noch nicht: Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland sagte, Gespräche liefen noch: „Wir müssen einfach um Geduld bitten.“ Ein ursprünglich anvisierter, weiterer Markt an der Merkenstraße wird dagegen laut Piekatz nicht kommen, weil die Straßen dort zu eng sind. Es gebe, sagt der Abgeordnete weiter, noch andere, mögliche Flächen für eine Ansiedlung, etwa an der Ecke Möllner Landstraße/Letternkamp. Der frühere Lebensmittelmarkt an der Steinbeker Markt-/Möllner Landstraße steht seit 2012 leer und sei dagegen für eine Weiternutzung wenig geeignet, findet Piekatz.

Keine Post mehr im Schiffbeker Weg


In der langen Liste der Tagesordnung der Bezirksversammlung, die sich in der vergangenen Woche nach der Sommerpause das erste Mal wieder traf, tauchte erneut ein Papier zu den Einkaufsmöglichkeiten in Öjendorf auf – erstmals hatten sich die Abgeordneten vor einem Jahr damit beschäftigt. Wie berichtet, wird dort beklagt, dass das kleine Geschäftszentrum am U-Bahnhof Merkenstraße nicht ausreiche. Die Antwort der Verwaltung verweist ebenfalls auf das Nahversorgungskonzept, an dem der Bezirk gerade arbeitet. Auch Schiffbeker Postkunden müssen bald weiter laufen oder fahren. In der Bezirksversammlung wurde darüber informiert, dass die Filiale im Schiffbeker Weg 74 Ende des Monats Oktober schließt. Ähnlich wie in Geschäften in Mümmelmannsberg und an der Möllner Landstraße hat hier eine Händlerin die Postaufgaben mit erledigt. Sie lässt beim Besuch des Hamburger Wochenblatts durchblicken, dass sie den Laden insgesamt schließe; die Zusammenarbeit mit der Post habe immer sehr gut geklappt. Wer die Diskussionen im Stadtplanungsausschuss und der Bezirksversammlung verfolgt, kann feststellen, dass die Versorgung mit Geschäften für die Abgeordneten immer wieder Thema ist – auch bei der Diskussion um das Baugebiet östlich Haferblöcken wird es angestoßen.
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