Bildungspreis für Netzwerk „Geosystem Erde“

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Die Schüler Nemanja, Domota und Briana (v. links) freuen sich mit ihrem Lehrer Hans-Martin Gürtler über den Bildungspreis 2013 Foto: Röhe

Projekt der Katholischen Schule Hammer Kirche ausgezeichnet

Hamburg. „Bildung beginnt in der Kita und endet im Mehrgenerationenhaus. Mit unserem Projekt Geosystem Erde verbinden wir fünf Hamburger Schulen, Kitas und Museen miteinander“, erklärt Hans-Martin Gürtler. Der Initiator und Deutscher Lehrerpreisträger freut sich über die Auszeichnung mit dem Bildungspreis 2013 und sieht sich mit seinen Ideen bestätigt: „Mit dem Geosystem Erde gibt es unendlich viele Möglichkeiten, Talente zu entdecken, die man im konventionellen Unterricht nicht sehen würde.
Talente in verschiedenen Bereichen können so frühzeitig erkannt werden“, sagt Gürtler. Etwa 1.000 Schüler und motivierte Lehrer verknüpfen Lernorte, stellen ihr Wissen auf einer Internetplattform (www.geosystem-erde.de) zur Verfügung und schaffen auf diese Weise ein fächerübergreifendes Bildungsnetzwerk. Mit verschiedenen Leitprojekten forschen die Schüler an greifbaren Themen. „Bebende Erden“ beispielsweise sensibilisiert Erdbeben und ihre Folgen.
„Vom Richtwerk auf menschliche Verluste, Gebäudeschäden, Einwirkung auf das Landschaftsbild und Intensität“, sagt Gürtler. Insgesamt gibt es etwa 100 Leitthemen mit fünf übergeordneten Projekten – alle unter dem Oberbegriff „Geosystem Erde“ – an denen die Schüler von den beteiligten Schulen tüfteln: „Abenteuer Gesteine, Mineralien und Fossilien“, „Kongo – Hinter den Kulissen unserer Handys“, „Strahlende Erden“, „der freie Welthandel“ sowie „360 Grad – Nach uns die Sintflut?“. Geforscht wird aber nicht nur in den Klassenzimmern, sondern schulübergreifend. „Alle Beteiligten besuchen sich gegenseitig, um ihre Ergebnisse vorzustellen. Außerdem verankern wir die Ergebnisse auf der Homepage, tragen Ideen für Lehrmaterial zusammen und tauschen Fragen aus“, erklärt Hans-Martin Gürtler.
Alljährlicher Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Präsentation der Forschungsergebnisse auf der Mineralien-Messe auf dem Messegelände. „Wir haben aber auch schon eine eigene Bildungsmesse veranstaltet“, sagt Gürtler.
Die Schüler informieren, halten Vorträge, nehmen an Podiumsdiskussionen teil, realisieren eine Ralley und zeigen ihre Ergebnisse einem internationalen Publikum. Diese Art von Unterrichtskonzept wird nach Ansicht Gürtlers die Zukunft sein, weil es eben keine Abgrenzungen gibt, sondern enge Verknüpfungen zwischen den einzelnen Schulformen. Geplant ist, in naher Zukunft einen Verein zu gründen. (mr)
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