Billstedt: Alles neu im Quartier

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Billstedt 112 (Dudenweg) aus der Vogelperspektive im April Foto: Spengler Wiescholek Architekten
 
Das Gebiet zwischen Duden- und Tabulatorweg wird sich in den kommenden Jahren wandeln Foto: fbt
Hamburg: Merkenstraße 4 |

Abriss und Neubaum rund um die Merkenstraße. Öffentliche Plandiskussion im Juli geplant

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Das Quartier rund um die Merkenstraße, den Tabulator- und den Dudenweg wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Die Hansa-Baugenossenschaft plant, bestehende Häuser abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen. Die erste Baugenehmigung ist erteilt, eine Öffentliche Plandiskussion soll im Juli stattffinden. Das Projekt – im Amtsdeutsch Bebauungsplan Billstedt 112 genannt – kam am vergangenen Mittwoch im Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung Mitte auf den Tisch. Der Leiter des Stadt- und Landschaftsplanungsamts, Michael Mathe, sagte, es gehe darum, dass das Quartier zwischen Möllner Landstraße, Merkenstraße, Tabulator- und Dudenweg erneuert werden soll. In der entsprechenden Beschlussvorlage ist zu lesen, es würden etwa „175 neue Wohnungen bei Abriss von 44 Reihenhäusern und einem Einfamilienhaus entstehen, so dass langfristig ein Wohnungsbestand von über 600 Wohnungen erreicht werden kann.“ Weiter heißt es: „Die markantesten Umgestaltungen werden im zentralen Bereich des Plangebiets um den Anger am Dudenweg stattfinden. Hier sollen die zweigeschossigen Reihenhäuser durch dreigeschossige Geschosswohnungsbauten nördlich der Straße und durch neue zweigeschossige Reihenhäuser südlich der Straße ersetzt werden.“

Vier Tiefgaragen


Der ruhende Verkehr wird Mathe zufolge neu geordnet, vier Tiefgaragen sollen gebaut werden. Duden- und Tabulatorweg sollen Sackgassen werden. Ebenfalls auf der Tagesordnung der Planer steht die Ausweitung des „Grün- und Freiraums“ – allerdings müssen laut Mathe auch einige Bäume gefällt werden. Das erste Baufeld des Projekts sei genehmigt – damit könnte die Hansa-Baugenossenschaft Ersatzwohnungen für ihre Mitglieder schaffen. Nun stehe die Öffentliche Plandiskussion an. Bei der Diskussion um den Bebauungsplan 112 warf Michael Osterburg (Grüne) die Frage auf, ob auch die Hochhäuser auf dem Baugelände überplant werden sollen. Stadtplanungsamtsleiter Michael Mathe antwortete, diese würden ertüchtigt. Die Bauherrin müsse abwägen, wo sie investiere. Am Ende solle ein „harmonisches Ganzes“ herauskommen. Bei Abriss und Neubau, so Mathe, müssten die Abstandsflächen eingehalten werden. Der aktuelle Stand der Planungen stieß quer durch alle Parteien auf Zustimmung – man müsse „auch mal loben“, meinte sogar Oliver Sträter (SPD).

Öffentliche Diskussion im Juli


Die Öffentliche Plandiskussion, die laut Ausschusschef Gunter Böttcher (CDU) veranstaltet wird, obwohl keine Verpflichtung dazu besteht, ist für den 12. Juli vorgesehen. Michael Mathe strebt die so genannte Vorweggenehmigungsreife, mit der Bauarbeiten starten können, für 2018 an. Alexander Charlamenko von der Baugenossenschaft Hansa sagte auf Anfrage, die Planungen für das Projekt seien mit einem intensiven Beteiligungsprozess der Mitglieder gelaufen. Wer in sein Reihenhaus nach Abriss und Neubau zurück wolle, habe diese Möglichkeit, es gebe aber auch Mitglieder, die in eine barrierefreie Wohnung umziehen wollten. Charlamenko zufolge wird an der Merkenstraße ein Haus, das der Baugenossenschaft gehört, abgerissen und durch einen Neubau mit 23 Wohnungen ersetzt. Er betonte, es sei Absicht, das ganze Quartier zukunftsfähig zu machen – der durch die neuen Wohnungen entstehende Mehrverkehr wird nach seinen Ausführungen durch die neuen Tiefgaragen „abgefangen“.
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