Billstedt: Ein Denkmal wird vergessen

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Die Gedenkstätte an der Billstedter Hauptstraße macht mittlerweile einen recht ungepflegten Eindruck Foto: fbt
Hamburg: Billstedter Hauptstraße |

Steine wurden in den 1960iger-Jahren umgesetzt

Billstedt „Ihren im Weltkriege gefallenen Söhnen, die dankbaren Gemeinden Kirchsteinbek und Öjendorf“ steht auf einem großen Stein an der Billstedter Hauptstraße unterhalb der Kirchsteinbeker Kirche. Die Anlage ist verlassen, die Pflastersteine vermoost, gepflegt wird hier selten oder nie. Ein zweiter Gedenkstein, der offensichtlich an die schleswig-holsteinische Erhebung 1848 gegen Dänemark erinnern soll, ist fast nicht mehr lesbar. Ralph Ziegenbalg von der Geschichtswerkstatt Billstedt erläuterte auf Anfrage dem Hamburger Wochenblatt, ursprünglich habe sich die Gedenkstätte, die aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stamme, in einer Art Ehrenhain an der Ecke Steinbeker Hauptstraße/Glinder Au befunden. In den 60iger Jahren sei das Denkmal an die Billstedter Hauptstraße umgesetzt worden. Dass an diesem jetzigen Platz nicht an den Zweiten Weltkrieg gedacht werde, erklärte Ziegenbalg mit dem Umstand, dass 1928 Kirchsteinbek, Öjendorf und Schiffbek zur Gemeinde Billstedt vereinigt worden sei, 1938 war Billstedt dann nach Angaben der Geschichtswerkstatt nach Hamburg eingemeindet worden. (fbt)
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