Billstedt-Horn poliert Image auf

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Lisa Krog ist Studentin und kann sich in Billstedt eine große und günstige Wohnung leisten. In anderen Stadtteilen sei das Angebot lange nicht so groß Foto: kg
 
Tyll Ruhtenberg stellt sich eine Verbesserung des Images durch Veranstaltungen vor. Er will 1.000 Ballons im Öjendorfer Park erleuchten lassen Foto: kg

Anwohner stellen ihre eigenen Ideen vor. Agentur soll werben

Von Karen Grell
Billstedt/Horn
Die Stadtteile Billstedt und Horn sollen ein besseres Image bekommen, das ist jetzt der Wunsch vieler Anwohner aus den Quartieren. Dafür wurde ein gemeinsamer Workshop veranstaltet, um Ideen aus der Bevölkerung zu sammeln und an einem Tisch zusammenzutragen. Mit einem Strategie-Workshop im Jahr 2014 hatte sich bereits das Interesse am Thema gezeigt und bei allen, die damals dabei waren, auch der Wunsch ergeben, sich weiter mit der Imageverbesserung für die beiden Stadtteile zu befassen. Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung hat deshalb das Büro Superurban beauftragt, ein Konzept zur Image-Verbesserung für Billstedt und Horn für 2017 bis 2020 zu entwickeln. In diesem Zeitraum sollen jedes Jahr aufeinander abgestimmte Aktivitäten zur Image-Verbesserung geplant und umgesetzt werden, die auch über die Stadtteile hinaus wahrgenommen werden. Tyll Ruhtenberg aus Billstedt hatte gleich eine ganz extravagante Idee zum Workshop in der Horner Freiheit mitgebracht. Er möchte eintausend leuchtende Ballons im Öjendorfer Park installieren, die dann in über drei Meter Höhe auf Stangen brennen und dem Park eine ganz besondere Atmosphäre verleihen sollen. „Der Stadtteil ist viel besser als sein Ruf“, meint Studentin Lisa Krog, die vor Allem wegen des günstigen und großen Wohnraums nach Billstedt gezogen ist. Es gäbe viele interessante Restaurants mit internationalen Gerichten und auch die Nachbarschaft sei richtig gut. Um auch nach außen zu zeigen, was Billstedt in sich hat, würde die Studentin Touren durch das Quartier vorschlagen, um auch die schönen versteckten Winkel einmal öffentlich zu machen. Einig sind sich alle an diesem Abend, dass für Billstedt und Horn keine klassischen Werbekampagnen in Frage kommen, sondern die außergewöhnlichen Events, die das darlegen, was auf den ersten Blick in diesen Quartieren nicht erkennbar ist. „Veranstaltungen sind wichtig“, meint Workshop-Teilnehmer Jan-Phillip Borges, der damit auch Leute aus anderen Stadtteilen anziehen will und für den Stadtteil begeistern möchte. „Eine bessere Verbreitung von Terminen über die sozialen Netzwerke oder Plakate ist unabkömmlich“ so Borges, damit die Leute überhaupt auf die Veranstaltungen aufmerksam werden. Eine Idee an diesem Abend war auch die Ansiedlung von Künstlern im Stadtteil in günstigen Ateliers, damit sich die „Klientel verändere“. Für szenische Rundgänge plädierte Gerd von Borstel von der Geschichtswerkstatt in Horn. Mit der Aktion „Horn to go“ habe man bereits gute Erfahrungen gemacht. Extravagante Rundgänge hält von Borstel für extrem imagefördernd, weil sie Spaß machen und die Ecken von Horn und Billstedt zeigen, die man allein vielleicht gar nicht als attraktiv einschätzen würde. Die Wand der Ideen füllt sich schnell beim Workshop in Sachen Imageverbesserung und schon nach einer Stunde können die Teilnehmer die unterschiedlichsten Einfälle aufgreifen und diskutieren. Vom Tango Festival im Öjendorfer Park über ein buntes Stadtfest, Konzerte im öffentlichen Raum bis hin zu Bewegung im Freien, ist viel Konstruktives zusammengekommen, das Billstedt und Horn auf jeden Fall einen ganzen Schritt weiterbringen könnte. So könnte sich das Image bald bessern.
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