„Borgfelde damals und heute“

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Lehrer Richard Lutz (zweite Reihe, Mitte) und zehn seiner Schüler, die an der Ausstellung „Borgfelde damals und heute“ und der Broschüre beteiligt sind Foto: Röhe

Schüler der Sankt-Ansgar-Schule realisieren Fotoausstellung und Broschüre

Borgfelde. „Es war interessant, aber auch sehr schwierig, die Plätze, Straßen und Häuser von damals wieder zu finden und dann aus der gleichen Perspektive zu fotografieren“, sagen Selina Schröder (15) und Sandra Plambeck (16). Die beiden Schülerinnen der Sankt-Ansgar-Schule gehören zur 14-köpfigen Gruppe, die an einer Fotoausstellung unter dem Motto „Borgfelde damals und heute“ beteiligt ist. Die Ausstellung wurde im Rahmen einer Projektwoche der Sankt-Ansgar-Schule erarbeitet. Die Idee dazu hatte Lehrer Richard Lutz. „Im Juli 1943 fielen große Teile Hamburgs den schrecklichen Bombenangriffen der `Operation Gomorrha` zum Opfer. Darunter auch fast der gesamte Stadtteil Borgfelde“, erläutert der Pädagoge und ergänzt: „Zu Ostern 1953 bezog die katholische Sankt-Ansgar-Schule ihr erstes eigenes Gebäude an der Bürgerweide. Dieser Neubau wurde auf den Kellergewölben der zerstörten Volksschule Bürgerweide errichtet.“ Der doppelte Jahrestag war Anlass für dieses besondere Projekt.
Die historisch interessierten Acht- und Neunklässler beschäftigten sich mit Vergangenheit und Gegenwart der näheren Umgebung der Sankt-Ansgar-Schule. „Das Gebiet ist begrenzt durch die Schnellbahnstationen Berliner Tor, Wartenau, Landwehr und Burgstraße. Es schließt also einen Streifen von Hohenfelde mit ein“, sagt Richard Lutz. Bunkermuseum und Zeitzeugenbegegnungen gaben Eindrücke von den Tagen der Zerstörung. Hauptergebnis dieses Projekts ist eine Gegenüberstellung von 36 alten und neuen Ansichten. „Wir konnten anhand einer alten Grundkarte aus dem Jahr 1929 viele Straßen wieder finden und haben dann versucht, den genauen Standpunkt zu ermitteln“, sagt Selina Schörder. Die Schüler schufen so eine eindrucksvolle Dokumentation. Sämtliche Fotografien sind auch als gedruckter Bildband zum Selbstkostenpreis von zehn Euro erhältlich. (mr)
u Fotoausstellung „Borgfelde damals und heute“ bis
23. August in der Haspa an
der Lübecker Straße 139
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