Bücherhalle Mümmelmannsberg verleiht Kunst

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Angela Schulz und Heidi Ziolkowski gehören zu der Frauenmalgruppe im Quartier Foto: kg

Neben Büchern stehen erstmals 50 Original-Gemälde zur Auswahl bereit

Von Karen Grell
Mümmelmannsberg
In der Bücherhalle im Stadtteil Mümmelmannsberg können jetzt nicht nur Bücher und andere Medien entliehen werden, sondern auch wunderschöne Kunstwerke. Die Original-Bilder von den Mitgliedern der Frauenmalgruppe „WIR“ dürfen gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen und Zuhause aufgehängt werden. Was viele nicht wissen: Mümmelmannsberg ist ein verstecktes Künstlerviertel. „Die Straßennamen hier erinnern an berühmte Künstler wie Kandinsky, Klee oder Munch“, erklärt Heidi Ziolkowski die Kunstverbundenheit im Viertel. „Mit dem Projekt „Kunst auf Zeit“ in der Bücherhalle haben wir ein Programm gestartet, das es so in Hamburg und wahrscheinlich auch in ganz Deutschland noch nicht gibt“, vermuten Angela Schulz und Gerlinde Khawaja, Leiterin der Bücherhalle, die zur Frauenmalgruppe gehören und in einem großen Atelier im Viertel seit bereits 25 Jahren künstlerisch tätig sind. 50 Kunstwerke aus ihrem Repertoire zeigen die Künstlerinnen, die zwischen Mitte Zwanzig und 93 Jahre alt sind, jetzt in der Bücherhalle. Je nach dem Wert des einzelnen Bildes variiert der Preis für die Entleihe. Für eine Gebühr ab fünf Euro für einen Zeitraum von drei Monaten, können die Kunstwerke mitgenommen und im eigenen Wohnzimmer aufgehängt werden. Wer sich nach Ablauf der Frist von dem Kunstwerk nicht mehr trennen kann, kann es direkt kaufen. Ziel des Konzeptes „Kunst auf Zeit“ ist aber zunächst die Möglichkeit, sich verschiedene Kunstwerke für einen begrenzten Zeitraum in die eigenen vier Wände zu hängen. Nicht erlaubt ist dabei, die Bilder an Dritte weiterzureichen. Unterstützt wird das Projekt von ProQuartier und finanziert von den Wohnungsbaugenossenschaften, die im Stadtteil sehr aktiv sind. Kunst auf Zeit ist ein Experiment, das „hier in Mümmelmannsberg sicherlich gut ankommen wird.“ Überall im Quartier sei Kunst an vielen Ecken zu entdecken. „An den Häusern gibt es Wandbilder und der Stadtteil hat zwei Ateliers in denen gearbeitet wird“, so Ziolkowski. Für einen großen Kunstgenuss sorgen auch Bewohner des Stadtteils im Osten, die sich zu mehreren Initiativen zusammengetan haben und regelmäßige Veranstaltungen planen, wie die Kunst- und Kulturtage, die Besucher aus ganz Hamburg anlocken.
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