Bürger in Hamm und Horn planen Freiräume

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Pilotprojekt „Spot on Hamm Horn“ will Möglichkeiten für den Grünzug Hamm-Mitte entwickeln Grafik: wb
 
Viele Hammer nahmen am Quartiersspaziergang im vergangenen Sommer teil Foto: BSU / Peters

Pilotprojekt will Möglichkeiten für den Grünzug Hamm-Mitte entwickeln

Von Friederike Mayer
Hamm/Horn
Wie kann man öffentliche Grünflächen besser nutzen? Vergessene Orte wieder attraktiv machen? Indem man diejenigen einbindet, die es am besten wissen müssen – die Bewohner der Stadtteile. Das versucht das Pilotprojekt „Spot on Hamm Horn“ seit 2014. Ein Zwischenbericht. Am Ende des Projekts soll das Integrierte Freiraumkonzept für Hamm und Horn stehen. „Das ist eine Vision für die Zukunft “, sagt Mateusz Lendzinski, „im Grunde ein großer Plan für beide Stadtteile zusammen“. Lendzinski arbeitet für das Planungsbüro BIG Städtebau, das, zusammen mit den Landschaftsarchitekten Breimann und Bruun, das Pilotprojekt durchführt. Auftraggeber ist die Behörde für Umwelt und Energie.

Bürgerbeteiligung ist Kern des Projekts



Die Einbindung der Bürger in die Gestaltung der Stadtteile Hamm und Horn ist ein wesentliches Ziel des Projekts. „Es sind doch die Bürger, die wissen, welche Grünflächen wichtig sind, wie sie sie nutzen und wie man sie entwickeln kann“, sagt Lendzinski. Von außen könne man das oft nicht so gut einschätzen. Um herauszufinden, „wo der Schuh am dollsten drückt“, wie er sagt, gab es seit Projektbeginn Ende 2014 verschiedene Aktionen, unter anderem zwei Quartiersspaziergänge und regelmäßige Planungswerkstätten. Von Anwohnern und Interessierten wurden so insgesamt fünf sogenannte Schwerpunkträume ausgewählt, öffentliche Flächen, für die konkrete Ideen zur Aufwertung gesammelt und diskutiert werden.Dazu gehören die Carl-Petersen-Straße, der Quartiersplatz (Chateauneufstr./Ecke Smidtstr.), Grünzüge in Hamm-Mitte (im Umfeld Droopweg/Diagonalstraße), der Horner Park und der Löschplatz in Hamm-Süd. Bei Letzterem sind die Planungen nach einem Quartiersspaziergang durch Hamm im Juli 2015 mit anschließender Ideenbörse abgeschlossen. Eine Aktion für die zerstückelten Grünflächen in Hamm-Mitte dagegen ist in Planung, ebenso wie eine mögliche Joggingstrecke durch Hamm und Horn.

Neue Räume, neue Ansätze


An jedem Ort werden andere Ansätze ausprobiert, ein allgemeingültiges Rezept gibt es nicht. „Das ist ja auch neu in der Verwaltung“, sagt Lendzinski, „wir sind noch dabei, zu lernen“. Es sind Ideenskizzen, die mit dem Pilotprojekt Spot on Hamm Horn entstehen, und auf die man, etwa bei anstehenden Grünflächensanierungen der Stadt, zurückgreifen kann. Eine Garantie zur Umsetzung gibt es nicht. Doch Hintergrund des Projektes ist auch die sogenannte Nachverdichtung (das Bauen in bereits dicht besiedelten Stadtteilen) im Hamburger Osten. Mit den Ideen der Bürger können freie Flächen geschützt und genutzt werden – und das Pilotprojekt, das dieses Jahr ausläuft, sogar zum Vorbild für andere Bezirke werden.

Die nächste Aktion gibt es am 23. April: Eine Zukunftsvision für den Grünzug Hamm-Mitte soll entwickelt werden, gleichzeitig findet ein „Greengym“-Spezial des Trägers „heilende Stadt“ statt. Ab 14 Uhr, Treffpunkt: Grünzug am Droopweg gegenüber von der Wichernkirche.

Weitere Infos: Spot on Hamm Horn, Green Gym
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