Code sichert Räder

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Eine Zahl- und Buchstabenkombination wird am oberen Ende des Sattelrohres angebracht Foto: Polizei Hamburg

16.000 Fahrraddiebstähle im Vorjahr. Was die Polizei rät

Hamburg Hamburg ist nach Berlin die Hochburg des Fahrrad-Diebstahls. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der gestohlenen Zweiräder - weil es immer mehr Räder gibt. Weil sie teurer und wertvoller geworden sind. Und weil die Besitzer ihre Räder oft ungenügend sichern. Die Statistik unterstreicht, wie begehrt die Fahrräder bei den Langfingern sind: Während 2013 die hohe Zahl von 15.484 gestohlenen Rädern im Stadtgebiet gemeldet wurden, also 42 pro Tag, waren es im vergangenen Jahr bereits knapp 16.000 – und die Dunkelziffer ist hoch. Sie werden danach an Hehler weiter verkauft, von den Dieben selbst gefahren oder nach Gebrauch einfach nur irgendwo abgestellt. „Schwerpunkte der Diebstähle sind Groß-Veranstaltungen, Schulen, Schwimmbäder – überall dort, wo viele Menschen zusammen kommen“, sagt Michael Heilmann, Erster Polizei-Hauptkommissar im Landeskriminalamt. Ein stabiles Schloss ist zwar keine 100-prozentige Garantie, aber natürlich ein „Muss“ für alle Radler. Und es gibt eine weitere Möglichkeit, sein Fahrrad sicherer zu machen und potenzielle Täter abzuschrecken – die Codierung. Dabei wird eine Zahlen- und Buchstaben- Kombination, die sogenannte R.I.N., sichtbar am oberen Ende des Sattelrohres angebracht. Dies geschieht im Regelfall durch Fräsen, ca. 0,1 bis 0,2 mm tief. Der Code setzt sich aus verschlüsselten Informationen über den Fahrrad-Besitzer wie Adresse und Initialen zusammen und ermöglicht so bei Sicherstellung oder Auffinden des Rades eine Identifizierung - auch für die Mitarbeiter in den Fundbüros. Vor allem: die deutlich sichtbare Codierung ist sozusagen der Fingerabdruck des Rades und wird dadurch für Diebe gefährlich - und wertlos, weil sie es kaum weiter verkaufen können. In den kommenden Wochen stehen für Interessierte wieder eine Reihe von Codierungs-Terminen an, unter anderem in Billstedt am 21. April (9 bis 16 Uhr) in der Möllner Landstraße 44 sowie am 28. April (9.30 bis 17 Uhr) im Polizeikommissariat 37, Am Alten Posthaus 6. Die Codierung kostet zwischen 8 und 13 Euro und dauert ca. zehn Minuten. Erforderlich ist der Personalausweis und, wenn vorhanden, auch ein Eigentumsnachweis für das Fahrrad (Kaufbeleg). (ks)

Aktuelle Termine zum Codieren von Fahrrädern
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 01.04.2015 | 06:49  
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