Das vergessene Denkmal in Billstedt

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Das Denkmal ist in keinem guten Zustand Foto: Timm

Gedenkstätte für Zwangsarbeiter vom Sonnenland verkommt

Billstedt Die kleine Lore mit Gedenkspruch, die gegenüber der Schule an der Glinder Au an einem Fußweg steht, ist verschmiert und hinter einem Zaun verschwunden. Sie soll an die Zwangsarbeiter im Sonnenland erinnern, die hier Sand und Kies abbauten. An Menschen, die in Baracken kaserniert waren, oft ohne Lohn arbeiten mussten, krank wurden oder bei Luftangriffen ums Leben kamen. Die Pflege der Anlage scheint man nicht so ernst zu nehmen. Das Denkmal steht auf einem Grundstück, das der Saga gehört, die Pflege, sagt Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland, werde von ihrem Haus erledigt. Die heutige Gedenkstätte wurde 2003 mit dem Bertini-Preis geehrt – Jugendliche aus dem Stadtteilprojekt Sonnenland hatten am Bau des neuen Denkmals, in das die restaurierte Gedenktafel einbezogen wurde, mitgearbeitet. Eine erste Gedenktafel wurde 1987 eingeweiht. Sie wurde zerstört, die Bruchstücke aber gesichert. Bodo Kriehn vom Stadtteilprojekt Sonnenland, Pastor Michael Ostendorf von der Steinbeker Kirche und der Künstler Eckard Keller, der erste Entwürfe lieferte, betrieben die Aufstellung der Lore. Und was passiert nun mit dem Denkmal? Sorina Weiland vom Bezirksamt Mitte kündigte an, dass die Graffiti zeitnah von der Lore entfernt werden sollen. (fbt)
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1 Kommentar
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Erich Heeder aus Billstedt | 21.05.2016 | 07:26  
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