Dental-Team aus Hamm hilft in Ecuador

Anzeige
Helfen am Rande des Urwalds: Christina Frye und Dr. Dr. Jürgen Herget Foto: tel

Praxis „Zahnärzte am Hammer Park“ arbeitet ehrenamtlich in abgelegener Urwald-Klinik

Von Michael Hertel
Hamm
Schweißtreibend wird die Arbeit garantiert. Giftschlangen lauern und Riesenkakerlaken. Geld gibt's auch nicht dafür. Und dennoch haben Zahnarzt Dr. Dr. Jürgen Herget (68) und Zahnarzthelferin Christina Frye (37) aus der Praxis „Zahnärzte am Hammer Park“ Fernweh nach dem südamerikanischen Ecuador, wo die beiden schon letztes Jahr für den „Förderkreis Clinica Santa Maria“ (FCSM) in einer katholischen Missionsstation der Provinz Zamora am Rande des Regenwaldes einen Monat lang einheimische Patienten versorgten (das Wochenblatt berichtete). „Es macht einfach so viel Freude, den Menschen dort helfen zu können“, sagt Christina Frye. Sie nimmt dafür ihren Jahresurlaub – „die Hälfte des Urlaubs sponsert mein Chef Dr. Oliver Hagenlocher“. Und die Hilfe ist dringend nötig: „Es herrscht dort viel Armut. Seit unserem letzten Arbeitseinsatz gab es auch noch ein schweres Erdbeben in Ecuador“, weiß der gebürtige Bochumer Herget. Das Honorar, so heißt es beim FCSM, besteht aus der Dankbarkeit von Menschen, für die unsere selbstverständliche Versorgung unerschwinglich ist. Deshalb nehmen die Patienten auch tagelange Märsche zur Urwald-Klinik in Kauf, wo die Hamburger zusammen mit zwei Zahntechnikerinnen aus Berlin und Frankfurt/Main im September das Dental-Team bilden. Die Arbeitsbedingungen sind bei einer Durchschnittstemperatur von mehr als 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent nicht gerade optimal. Das Ganze natürlich ohne Klimaanlage. Aber man richtet sich ein. Frye: „Gegen Schlangen und Kakerlaken kann man den Türspalt mit Pappe verstopfen oder Teppichklebeband auslegen.“ Neben der Arbeit gibt es an den Wochenenden Zeit, die wilde Umgebung (inklusive Nationalpark) zu erkunden. Herget: „Ich würde gern den Regenwald mal im Trockenen durchstreifen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, den Hausberg ‘Pichincha‘ in der Hauptstadt Quito zu erklimmen.“ Der ist immerhin rund 4700 Meter hoch, also nichts für Kurzatmige. „Wir fühlen uns fit“, versichert Christina Frye. „Vor allem habe ich intensiv Spanisch gelernt. Das will ich nun auch anbringen“, freut sich die Zahnarzthelferin. Los geht die zweitätige Anreise am 2. September.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige