Der Einkaufs-Check in Billstedt

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Die kleine Einkaufszeile am U-Bahnhof Merkenstraße Foto: fbt
 
Im Discounter lassen sich die täglichen Einkäufe günstig erledigen Foto: fbt

Wie steht es um die Versorgung rund um den U-Bahnhof Merkenstraße?

Von Frank Berno Timm
Billsted
t Seit 2012 hat der frühere Edeka-Markt an der U-Bahn-Station Merkenstraße geschlossen. Reichen die verbliebenen Läden zum Einkaufen? Das Hamburger Wochenblatt hat sich einmal umgesehen. Kaffee, Zucker, Obst, Schokolade. Für mittags Nudeln mit Zutaten, abends ein Glas Wein. Wer rund um die Merkenstraße einkaufen will, findet eigentlich alles. Der einstige Edeka-Markt ist seit 30. Juni 2012 geschlossen, der Laden noch nicht wieder vermietet. Das benachbarte Kreditinstitut arbeitet, in der ehemaligen Tankstelle an der Möllner Landstraße haben sich Bäcker und ein Lottoshop angesiedelt, die Tagespflegeeinrichtung und ein Fahrradladen komplettieren das Bild. Gegenüber an der Jubilatekirche wirbt ein Gastwirt am Zaun um seine Gunst, gegenüber vom einstigen Edeka arbeiten Friseur, Blumenladen und Apotheke, eine Kneipe hat geöffnet und in der warmen Jahreszeit gibt’s Erdbeeren, ab und zu macht ein Hähnchenbrater Station. Das Ladenzentrum ein paar Schritte weiter am Papyrusweg mit Discounter, Bäckerei, Pizza- und Croque-Dienst, Eiscafé, zwei Gemüsemärkten, Friseur, Wettgeschäft, Wäscherei, Änderungsschneider, Fahrschule, Back- und Grillservice, einem kombinierten Tabak-/Papier-/Postladen und einem Briefkasten mit Telefon (der Briefmarkenautomat wurde abgebaut) umfasst eigentlich auch alles, was das Herz begehrt. Überaus hässlich wirkt nur die lange Reihe von Recyclingcontainern am Straßenrand. An der Moschee gegenüber hat ein Kebap-Wagen geparkt.

Penny ist zufrieden


Was fehlt? Wer Ersatz- oder Zubehörteile für den Computer braucht, muss (mindestens) zum Billstedt-Center. Und wer nicht gut laufen kann, könnte es auch schwerer haben. So mögen Initiativen aus der lokalen Politik, über die das Hamburger Wochenblatt mehrfach berichtet hat, zu verstehen sein. Aber: Es ist ziemlich still um sie geworden. Wochenblatt-Leser Jürgen Hagenbeck macht darauf aufmerksam, dass es beim Einkaufen obendrein einen Zusammenhang mit der Entwicklung des Nahverkehrs geben würde. Seit die Merkenstraße nicht mehr Endstation der U2 sei, seien die Leute abgewandert, findet er. Ähnliches gilt nach seiner Meinung für den U-Bahnhof Steinfurther Allee. Und, in der Tat: Wer hier mit Bus und Bahn unterwegs ist, trifft immer wieder Fahrgäste, die ihren Einkaufstrolley leer hinter sich herziehen oder auf dem Heimweg schwer bepackt
einsteigen. Was sagen die Anbieter? Bei der Edeka Nord erklärte Yara Delissen auf Anfrage, derzeit sei kein konkreter, neuer Standort in Billstedt/Öjendorf geplant, präzise Anfragen der lokalen Politik lägen zurzeit nicht vor. Penny-Sprecher Andreas Krämer, nach dem Erfolg des Markts Sonnenland befragt, sagt, man sei mit dem wirtschaftlichen Erfolg zufrieden. „Wir sehen, dass es sich um einen tradierten und von den Kunden gut angenommenen Markt handelt.“ Zwar entspreche die Verkaufsfläche mit rund 650 Quadratmetern „nicht ganz den neuesten Anforderungen, dennoch planen wir keine Umbauten oder Erweiterungen“. Billstedt sei „grundsätzlich ein interessanter Standort“. Ähnliches erklärt Edeka fast wortgleich. Entsprechende Angebote, so Krämer würden intensiv geprüft, wegen des intensiven Wettbewerbs „möchten wir uns aber nicht weiter zu diesem Thema öffentlich äußern“.
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1 Kommentar
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christine m aus Billstedt | 29.01.2016 | 23:05  
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