Der Grundstein für Horns neue Mitte ist gelegt

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Bezirksamtsleiter Andy Grote und Jan Zunke (r.), Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, versenken die Kassette im Grundstein Foto: M. Jenssen
 
Die „Horner Freiheit“ wurde vom Architektenbüro Knaack & Prell entworfen Simulation: Knaack & Prell

im Herbst soll der Neubau bezugsfertig sein

Von Martin Jenssen
Horn
Horn bekommt sein neues Zentrum. Am Freitag wurde Am Gojenboom, vor der U-Bahnhaltestelle Horner Rennbahn, feierlich der Grundstein für das Stadteilhaus „Horner Freiheit“ gelegt. Das Haus wird nach seiner Fertigstellung ein Anlaufpunkt für alle Bürger des Stadtteils werden. Fast 20 Jahre haben sie dafür gekämpft.
An die Geschichte dieses jahrelangen, zähen Ringens um die „Horner Freiheit“ erinnerte Bezirksamtsleiter Andy Grote in seiner Festansprache. Grote: „Schon 1995 haben die Horner Bürger die ersten Ideen für das Stadtteilhaus entwickelt. Es war für alle ein extrem herausforderndes Vorhaben, bei dem im Vorfeld nicht immer alles glücklich verlaufen ist. Darum bin ich jetzt sehr erleichtert, dass wir endlich mit der Realisierung begonnen haben.“

Ein Schlüsselprojekt


Immer wieder war es bei den Vorbereitungen zum Bau der „Horner Freiheit“ zu Schwierigkeiten und Verzögerungen gekommen. Grote dankte deshalb allen Beteiligten, den Bürgern, den Vereinen, allen zukünftigen Nutzern des Stadtteilhauses sowie den Abgeordneten aller Parteien in der Bezirksversammlung, dass sie sich unbeirrt so viele Jahre für das Projekt eingesetzt haben.„Das Stadtteilhaus ist ein wichtiges Schlüsselprojekt der integrierten Stadtteilentwick-lung für den Entwicklungsraum Billstedt-Horn“, erklärte der Bezirksamtsleiter. „Horn bekommt damit einen neuen Mittelpunkt.“ Als Vertreter der Bürger verglich Gerd von Borstel die Geschichte des Stadtteilhauses mit einem facettenreichen Märchen, in dem böse Geister das Projekt ständig zum Scheitern bringen wollten. Doch immer wieder waren gute Feen zur Stelle, um es zu retten. Stephan Müller, Schatzmeister des Trägervereins „Horner Freiheit e.V“ erklärte: „Das Stadtteilhaus
wird ein Ort, der zum Dialog auffordert. Die dafür gewährten öffentlichen Mittel sind ein Ansporn und eine Verpflichtung, diesen vielseitigen Ort der Begegnung mit Leben zu füllen.“
Im Anschluss an die Ansprachen wurde eine Kassette mit Dokumenten gefüllt, die an die Geschichte der „Horner Freiheit“ erinnert. Neben den Dokumenten über den Bau und die zukünftigen Nutzer des Hauses wurden auch Münzen, Tages- und Wochenzeitungen sowie Bücher über die Geschichte und die Straßennamen des Stadtteils in die Kassette gelegt. Symbolisch wurde die Kassette dann von Andy Grote, Michael Mathe (Fachamtsleiter für Stadt- und Landschaftsplanung), Gerd von Borstel (Vorsitzender Geschichtswerkstatt Horn), Stephan Müller und Jan
Zunke, (Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH) eingemauert. Der Grundstein mit Kassette wird später im Kellerbeton des Neubaus einzementiert.

Im Herbst bezugsfertig


Die Kosten für den Bau betragen 4,6 Millionen Euro. Die Nutzfläche des zweigeschossigen Stadtteilhauses: 1478 Quadratmeter. Die künftige Adresse: Stadtteilhaus „Horner Freiheit“, Am Gojenboom 46, 22111 Hamburg.
Die Fertigstellung soll, wenn alles gut geht, noch im Herbst dieses Jahres erfolgen.
Folgende Nutzer werden dort eine neue Bleibe finden: der Stadtteilverein Horn e.V., die Geschichtswerkstatt, die Stadtteilbibliothek der Bücherhalle Hamburg, das Café May als Stadtteilcafé, die Aqtivus GmbH, der Seniorentreff der AWO, die Mütterberatungsstelle des Bezirks, die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Horn mit dem
Projektbüro „Seelsorge im Alter“, Verikom, das Rauhe Haus und weitere Kurs- und Veranstaltungsanbieter. Für Veranstaltungen und Kurse wird es im zukünftigen Stadtteilhaus Seminarräume und einen großen Saal geben.
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