Der normale Wahnsinn?

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Die Schlangenkoppel ist eine von über 400 Straßen in Billstedt, für die der Bezirk zuständig ist Foto: fbt

Billstedts Schlangenkoppel als Beispiel für schlechte Straßenzustände

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Der Regionalausschuss Billstedt hat jetzt beschlossen, dass die Schlangenkoppel, eine Wohnstraße in Billstedt, in Ordnung gebracht werden muss. Wie in vielen anderen Straßen auch drücken die Baumstämme Randsteine und Asphalt hoch. Der Bezirk Mitte erklärt auf Anfrage, die Wegewarte meldeten Schäden, sicherheitsrelevante würden sofort beseitigt, ästhetische Reparaturen müssten nach hinten rücken. Anwohner Rolf Schütte wechselt ein paar Worte mit Nachbarin Karin Bach. Die Frage, ob in ihrer Straße, der Schlangenkoppel, etwas getan werden muss, beantwortet Karin Bach deutlich: „Aber absolut!“ Sie habe das schon einige Male gemeldet und nichts geschehe. Rolf Schütte ist der gleichen Meinung: Die Baumwurzeln drückten nach oben, die Passanten mit einem Gehwagen kommen nicht mehr voran. Er wohnt seit 1979 hier, seit dem liege dasselbe Pflaster auf dem Bürgersteig. Wer sich die Schlangenkoppel, die von der Möllner Landstraße abzweigt und nach Öjendorf hineinführt, etwas genauer ansieht, findet die Beschwerden der Nachbarn schnell bestätigt. Im vorderen Teil der Straße ist nur eine Seite mit einem gepflasterten Bürgersteig versehen. An der Öjendorfer Höhe macht die Schlangenkoppel einen scharfen Rechtsknick. Links stehen Bäume: Ihre Wurzeln sind so kräftig, dass sie den Asphalt nach oben drücken, auch einige Randsteine sitzen nicht mehr am korrekten Platz. Der Straßenbelag als Ganzes sieht vernachlässigt aus: Wie an unzähligen anderen Stellen in Billstedt und weiteren Stadtteilen ist der Belag bei Leitungsverlegungen geflickt worden. Peter Herkenrath (CDU) hat sich im Regionalausschuss Billstedt das Thema zu Eigen gemacht und beantragt, den nördlichen Teil der Schlangenkoppel in Ordnung zu bringen. Der Antragstext beschreibt die Zustände noch eine Spur drastischer: Einige Bordsteinkanten seien so hochgedrückt, dass sich Autotüren nicht mehr öffnen ließen. Der Antrag wird beschlossen, nun muss die Verwaltung Bürgersteig und Straße herrichten.

Über 400 Straßen betroffen


Sorina Weiland vom Bezirksamt Mitte erklärt, die Revierleiter nehmen Schäden auf, eine Runde im Amt entscheidet, was als erstes repariert wird – Verkehrssicherheit habe Priorität. Geplant sei zudem eine Feinkartierung, die es für die Hauptstraßen schon gebe. In Billstedt muss sich der Bezirk nach ihren Angaben um rund 410 Straßen und Straßenabschnitte kümmern. Genereller Handlungsbedarf bestehe laufend an allen Straßen.
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