Der Regenfilter kommt

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Frank Ramlow kritisiert die Planung der Anlage Foto: wb

In der Manshardtstraße wird ab Oktober gebaut

Billstedt Die Regenwasserbehandlungsanlage in der Manshardtstraße wird gebaut. Anfang Oktober werden die ersten Bäume auf dem 3.600 Quadratmeter großen Gelände gerodet (das Wochenblatt berichtete). Nach der Fertigstellung wird ein Becken mit Schilfbewuchs zu sehen sein. Eine spezielle Sandmischung filtert verunreinigtes Regenwasser beim Durchsickern. So die Theorie der zuständigen Experten von Hamburg Wasser. „Die Anlage kommt – leider“, sagt der SPD-Bezirksabgeordnete Frank Ramlow. „Im Oktober 2013 wurden uns die Pläne vorgestellt. Wir haben es immerhin geschafft, die Anlage zwei Jahre aufzuhalten. Jetzt müssen wir mit dem Bau leben.“ Laut Ramlow läuft die Planung an der Realität vorbei: Die Filteranlage entsteht seiner Meinung nach an der falschen Stelle. „Ein Bau 800 Meter weiter flußaufwärts oder flußabwärts könnte das Regenwasser der A24 mitfiltern. Diese Abwässer fließen in der aktuellen Planung ungefiltert an der Anlage vorbei, da sie nur das Wasser des Schiffbeker Wegs aufnimmt. Das ist schade, aber Hamburger Wasser ist nicht für die Abwässer der Bundesautobahn zuständig. So ist das Ganze nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Ramlow.
Zu einem Infoabend Anfang August kamen laut Ramlow 85 Anwohner ins Café Hornung. „Die Anlage wurde an diesem Abend drei Stunden lang vorgestellt. Es wurde schiedlich friedlich diskutiert, ein spürbarer Widerstand von Seiten der Anlieger blieb aus. Es wären garantiert mehr Betroffene gekommen, wenn die Veranstaltung nicht in den Ferien stattgefunden hätte“, so Ramlow.
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