Derby bis 2028 sicher

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Spannende Rennen stehen bei der Horner Rennwoche seit 1869 auf dem Programm.Foto: H.-E. Jaeger

Stadt setzt nun auf Ausbau zur Doppelrennbahn

Von Hans-Eckart Jaeger
Horn. Der Burgfrieden im deutschen Galopprennsport ist wiederhergestellt, das Deutsche Derby wird mindestens bis zum Jahr 2028 auf der Horner Rennbahn ausgetragen. „Jetzt können die Planungen für die Doppelrennbahn wieder verstärkt vorangetrieben werden“, sagt Eugen-Andreas Wahler (Bad Bevensen), der seit neun Jahren Präsident des Hamburger Renn-Club (HRC) ist.
Ausschlaggebend für die Beendigung des Streits im deutschen Pferderennsport war ein Schreiben von Albrecht Woeste (Düsseldorf) an den HRC-Vorstand. In der ersten Oktoberwoche hatte sich der Vorsitzende des Kölner Direktoriums für Vollblut-Zucht und Rennen (DVR) entschuldigt und sein Bedauern über die Auseinandersetzungen der vergangenen Monatwe ausgedrückt.
„Salopp gesagt, hat Herr Woeste klein beigegeben“, sagt Anwalt und Notar Wahler (63). Der Dachverband hatte nach dem 143. Deutschen im Sommer dieses Jahres das bedeutendste Dreijährigen-Rennen neu ausgeschrieben, München und Köln waren als neuer Austragungsort im Gespräch.
Der Hamburger Renn-Club hatte jedoch ein Ass im Ärmel: Es gibt einen Vertrag aus 2008, mit dem Hamburg seine Bilderrechte für die Derbywoche für 20 Jahre abgibt, dafür aber das Derby mindestens bis 2028 behält.
Der HRC-Vorstand will Anfang November auf seiner nächsten Vorstandssitzung die Weichen für die Zukunft stellten. Fest steht:
Das 144. Deutsche Derby wird im kommenden Jahr am 7. Juli auf der Horner Rennbahn ausgetragen. Wieviele Renntage in der Rennwoche 2013 zuvor oder danach stattfinden, darüber wird dann diskutiert.
Der Senat der Freien und Hansestadt, der für den Neubau der Doppelrennbahn zwischen 25 und 30 Millionen Euro beisteuern könnte, hat nun mehr Planungssicherheit.
Die Arbeitsgemeinschaft Trab und Galopp mit ihrem Vorsitzenden Albert Darboven an der Spitze will demnächst auch wieder die Gespräche mit den Trabern aufnehmen. Die wichtigste Frage lautet: Wer tritt auf der Doppelrennbahn als Betreiber auf? (jk)
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