Die Ansichten eines Stadtteils

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Mitglieder der Geschichtswerkstatt Horn beim Sichten der historischen Aufnahmen Foto: GW
 
Das Kalenderblatt April weckt wehmütige Erinnerungen an Zeiten, als in Horn Schrauben noch lose verkauft wurden Foto: GW

Geschichtswerkstatt bringt seit 20 Jahren Horn-Kalender heraus. Verkauf 2016 startet Sonnabend

Horn Ursprünglich entstanden ist die Idee für den Stadtteil-Kalender aus finanzieller Not heraus. Inzwischen ist er längst ein Klassiker. Im kommenden Jahr erscheint der Horn-Kalender mit seinen historischen Motiven bereits zum 20. Mal. Eine Erfolgsstory, mit der 1996 die ganz junge Geschichtswerkstatt Horn nicht gerechnet hatte. Damals wie heute gab es keine finanzielle Förderung für die Hobbyhistoriker. Um überhaupt ein Stadtteilarchiv betreiben zu können, musste also eine „Finanzquelle“ gefunden werden. Und so meinte dann jemand in der Runde „Warum geben wir nicht einfach einen Kalender für 1997 heraus?“ Bilder dafür fanden sich in privaten Sammlungen und im Archiv der Martinskirche. 400 Kalender zum Preis von 10 DM sorgten abzüglich der Produktionskosten für Startkapital.
Die Resonanz in der Bevölkerung war sehr positiv und so erwartete man auch für 1998 wieder einen Kalender. „Und da sich an der finanziellen Situation bis heute nichts geändert hat, war der Kalender Jahr für Jahr die Haupteinnahmequelle der Geschichtswerkstatt“, sagt Vorsitzender Gerd von Borstel. Schon im zweiten Jahr fanden sich sechs Horner Einzelhändler und Handwerksbetriebe, die das Projekt mit einer Anzeige unterstützten.
Für die Jubiläumsausgabe hat sich die Geschichtswerkstatt ein etwas anderes Layout ausgedacht: Das monatliche Bildblatt ist eine kleine Collage aus mehreren Motiven zum Thema des Monats. Zusammengetragen wurden nicht nur Bilder, sondern auch Anzeigen, Fahrscheine oder Quittungen. Gab es von einem Motiv mehrere Ansichten, so wurden auch diese bunt zusammengelegt. Damit soll der Kalender bei dem Betrachter möglichst viele Erinnerungen wachrufen. So denkt man bestimmt gerne an die Einkäufe bei Eisen-Mauer, ans erste Radio oder den ersten Fernseher der Nachkriegszeit, ans Schwimmen im Horner Moor oder Minigolfspielen im Dratelnschen Park, ans Rodeln auf dem Horner Berg oder an die Straßenbahn zurück – um nur einige der zwölf Themen zu nennen.

Jubiläums-Tauschaktion


20 Kalender – wer sie ab 1997 gekauft und gesammelt hat, verfügt damit mittlerweile über ein 260seitiges Horner Geschichtsbüchlein. Und gerade für diese „treuen Kunden“ hat sich die Geschichtswerkstatt Horn zum Jubiläum etwas Besonderes ausgedacht und verschenkt 100 Kalender: Am 14. und 28. November startet im EKZ Horner Rennbahn vor dem Drogeriemarkt die Aktion „5:1“! Wer fünf alte Horn-Kalender mitbringt, erhält – so lange der Vorrat reicht – den Kalender 2016 kostenlos. An beiden Sonnabenden stehen von 10 bis 13 Uhr für diese Tauschaktion jeweils 50 Kalender zur Verfügung. Natürlich müssen Sie die alten Kalender nicht abgeben; nachdem sie gestempelt wurden, können sie die
alten plus den 2016er wieder mitnehmen.
Alle anderen erhalten für 7,50 Euro den Kalender ab 14. November an der Horner Landstraße bei „Fahrrad Pagels“ und „Mein Schuhmacher“, im EKZ Horner Rennbahn beim „Benli-Shop/U-Store“, im EKZ Manshardtstraße beim „Blumenhaus Andres“, in der Bücherhalle Horn, beim Awo-Seniorentreff Bauerbergweg und Kroogblöcke, an der Washingtonallee beim Frisör „Frau Schmidt“ und bei mehreren Tabak- und Zeitschriftenläden. (wb)

Alle Informationen rund um den Kalender und die Geschichtswerkstatt gibt es auch auf der Homepage www.horner-geschichte.de
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