Die Arche in Billstedt kommt gut an

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Bis zu 60 Kids kommen täglich in die Arche. Die Eröffnung der neuen Einrichtung hat sich im Stadtteil schnell herumgesprochen Foto: Grell
 
Wenn es draußen mal regnet, dann spielen die 5 bis 13-Jährigen drinnen Karten oder andere Spiele Foto: Grell
Hamburg: Landjägerstieg 30 |

Zehn Monate nach der Eröffnung schon fester Bestandteil im Stadtteil

Von Karen Grell
Billstedt
Vor gerade einmal zehn Monaten hat das Kinder- und Jugendhilfswerk „Arche“ in Billstedt eröffnet und schon jetzt können die Pädagogen vor Ort absolut positive Bilanz ziehen: „Wir werden super gut angenommen und haben schon täglich bis zu sechzig Kinder, die uns besuchen“, freut sich Annalisa Hesse, die Leiterin der Einrichtung. Kinder zwischen fünf und 13 Jahren können in der Arche, die in einer ehemaligen Schule im Landjägerstieg in Billstedt untergebracht ist, ein warmes Mittagessen bekommen, Unterstützung bei den Hausaufgaben in Anspruch nehmen und mit Freunden zusammen die freien Stunden am Nachmittag verbringen (das Wochenblatt berichtete).

Erste Mahlzeit in der Arche

„Wir kommen eigentlich jeden Tag her“, meinen Vanessa (12) und Wiktoria (12). „Einfach, weil es hier ziemlich genial ist.“ Ziel des Hilfsangebotes, das ursprünglich von Pastor Bernd Siggelkow in Berlin gegründet wurde, ist es, Kinder aus einkommensschwachen Familien zu erreichen und ihnen ein strukturiertes Angebot für den Nachmittag zu bieten. „Das gemeinsame Mittagessen steht dabei zunächst im Vordergrund“, berichtet Annalisa Hesse. Immer noch gebe es Kinder in Hamburg, die sogar ohne Frühstück in die Schule gingen und dann in der Arche ihre erste Mahlzeit am Tag einnehmen. Die Gründe für diese Situation lägen in ganz unterschiedlichen Problemfeldern. Mal kämen die Kinder aus Familien, in denen ein Elternteil alleinerziehend und berufstätig sei und dann wenig Kraft und Zeit für die Betreuung bleibe. Manches Mal seien auch viele Kinder in den Familien und die Eltern dann einfach teilweise überfordert.

Pädagogen und Ehrenamtliche

Die drei Pädagogen, die bei der Arche in Billstedt arbeiten und die ehrenamtlichen Helfer, ermöglichen dann ab 13 Uhr einen geregelten Ablauf und viel Zeit zum Spielen, Quatschen und Freundschaften schließen. Neben Jenfeld ist die Arche in Billstedt jetzt das zweite Haus in Hamburg, das nach dem christlichen Prinzip der Arche Menschen aufnimmt, die Schutz und Zuwendung brauchen. „Der Stadtteil hat eigentlich nach uns gerufen“, erinnert Hesse die Anfänge im Quartier. Der hohe Migrationsanteil im Viertel und viele Familien mit geringem Einkommen machen heute den Bedarf aus. „Grundsätzlich stehen wir aber allen Kindern offen“, betont das Team.

Bastel und gemeinsames Kochen

Basteln, Sport und gemeinsames Kochen stehen an normalen Wochentagen auf dem Programm. In den Ferien gibt es zusätzlich Ausflüge und ein Feriencamp an der Ostsee. „Das macht einfach riesig viel Spaß, wenn man mit den anderen Kindern zusammen im Zelt übernachten kann“, meint Vanessa. Zum Ende der Sommerferien soll es in der Arche nun zum ersten Mal eine Schulstarterparty mit Hüpfburg und tollen Spielangeboten geben. „Wir sind natürlich immer auch auf Spenden und vor allem auf ehrenamtliche Helfer angewiesen“, meint Annalisa Hesse und bittet Bewohner aus dem Stadtteil, die Lust haben etwas im Rahmen der Freizeitgestaltung anzubieten, gern einfach anzurufen. Vanessa und Wiktoria können jetzt sogar am Mittwoch dabei sein. Da ist Teenie-Tag für die älteren Kids. „Das ist doch einfach richtig mega-cool hier“, finden die beiden.

Arche Billstedt: Montag, Dienstag und Donnerstag, 13 bis 19 Uhr, Mittwoch nur für die Älteren 16.30 bis 18.30 Uhr, Landjägerstieg 30, Telefon 450 634 00 Schulstarterparty: 14. September, 15 bis 19 Uhr mit Überraschungen. Weitere Infos: Die Arche

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