Diskussion um Nahversorgung

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CDU sieht keine Einkaufsödnis

Öjendorf Der Antrag der SPD-Fraktion Hamburg-Mitte zur Prüfung von möglichen Freiflächen für einen oder mehrere neue Supermärkte sorgt auf lokaler Politebene für Wirbel. David Erkalp, CDU-Abgeordneter, ist der Meinung „dass es keine Einkaufsödnis in Öjendorf gibt und dass die Nahversorgung vollauf gewährleistet ist“.
Laut der CDU-Fraktion würden bei der Gesamtbeurteilung über die Nahversorgung im kleinsten der drei Billstedter Teilorte der Edeka-Laden an der Merkenstraße, der örtliche Penny Markt sowie vier Bäckereien und zwei Gemüse- und Obstgeschäfte nicht ausreichend berücksichtigt. Die Tankstelle in Öjendorf ist zwar als solche nicht mehr in Betrieb. Doch inzwischen hätten sich dort eine Bäckerei inklusive Café und ein Kiosk „etabliert“, so Erkalp.
Die SPD hingegen hält an ihrer Einschätzung fest. In dem Antrag seien sämtliche Nahversorger berücksichtig worden. SPD-Vizechefin Kerstin Gröhn verweist auf den Umstand, dass es den Edeka in der Merkenstraße zwar gibt, dieser sei allerdings „sehr klein und hat neben einem eingeschränkten Angebot auch sehr eingeschränkte Öffnungszeiten“. Auch das Angebot des Tankstellenkiosks reicht laut SPD als Nahversorgung nicht aus.

Haspa-Schließung kein Thema


Im Hinblick auf die Feststellung der SPD, dass möglicherweise auch die Fläche der Haspa-Filiale in die Pläne für ein neues Supermarktkonzept einbezogen werden könnte, betont Filialleiter Maik Trappmann, dass es generell zwar hin und wieder Prüfungen gäbe, ob einzelne Haspa-Filialen in der Hansestadt zusammengelegt werden. Eine Schließung der Filiale in Öjendorf sei aber aktuell „überhaupt kein Thema“. Es habe bis dato auch keinerlei Gespräche mit der Politik in Bezug auf eine mögliche Nutzung der Fläche gegeben.
Kerstin Gröhn: „Einem Konzept ist immanent, mittel- und langfristig zu denken, Optionen aufzuzeigen und Entwicklungen in eine gewünschte Richtung zu lenken. Selbstverständlich kann Politik Grundstücke einbeziehen, die in privater Hand sind. Es geht hier auch nicht um die Änderung von Bebauungsplänen oder ähnliches.“ Ob die Grundstücke überhaupt Bestandteil des Verwaltungsvorschlages sein werden, steht ohnehin in den Sternen. (lan)
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