„Du bist entscheidend!“

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So sieht der Stimmzettel im Wahlkreis 1 Hamburg-Mitte aus Foto: Innenbehörde Hamburg

Am 15. Februar wird in Hamburg eine neue Bürgerschaft gewählt, das Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen. Bürgerschaftswahl 2015, Teil 1

Von Rainer Glitz
Hamburg
„Ihre zehn Kreuze bestimmen mit, wie Hamburg sich entwickelt. Nutzen Sie die Chance, gehen Sie zur Wahl!“, so der Aufruf von Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD). Das Hamburger Landesparlament ist für die Gesetzgebung und den Haushalt, also die Verteilung der Steuergelder, zuständig, kontrolliert den Senat und wählt den Ersten Bürgermeister als Regierungschef. Gewählt werden die 121 Abgeordneten erstmals auf fünf Jahre. Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben und in Hamburg wohnen. Sie alle bekommen ab dem 12. Januar eine Wahlbenachrichtigung zugeschickt. Darauf ist die Adresse des zuständigen Wahllokals angegeben, geöffnet haben diese am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr.

Briefwahl per Internetformular


Wer am 15. Februar nicht in Hamburg ist oder lieber zu Hause seine Kreuze machen möchte, kann Briefwahl beantragen. Entweder mit dem vorausgefüllten Formular, das mit der Wahlbenachrichtigung verschickt wird, oder per Internetformular unter www.hamburg.de/briefwahl. Letzteres ist bereits jetzt möglich. Ein Grund für die Briefwahl muss übrigens nicht mehr angegeben werden. Alle Wähler bekommen außerdem ein Heft mit Muster-Stimmzetteln zugeschickt.

17 Wahlkreise


So kann man sich schon im Voraus mit den Parteien und den Kandidaten vertraut machen. Wer nicht warten möchte, kann sich unter www.hamburg.de/stimmzettel-buergerschaftswahl informieren. Dort sind alle 397 Kandidaten in den 17 Wahlkreisen sowie die 13 zugelassenen Parteien und Wählervereinigungen aufgelistet.
Jeder Wähler hat zehn Stimmen: Je fünf für die Landeslisten der Parteien auf dem gelben Stimmzettel und fünf für die Wahlkreislisten auf dem roten Stimmzettel.
Die Kreuze auf den Landeslisten können geschlossen für eine Partei gemacht oder aber auf mehrere Parteien aufgeteilt werden. Innerhalb einer Partei können die Stimmen auch noch auf verschiedene Kandidaten verteilt werden. Dadurch kann sich die Reihenfolge auf der Liste ändern.
Das Gesamt-Ergebnis der gelben Stimmzettel  bestimmt, welche Parteien mit wie
vielen Abgeordneten in die Bürgerschaft einziehen. Die fünf Stimmen für den roten Zettel sind reine Personenstimmen. Sie können einem Kandidaten im jeweiligen Wahlkreis gegeben oder auf mehrere Kandidaten oder Einzelbewerber verteilt werden. 71 Abgeordnete werden über diese Listen bestimmt – es sind jeweils die mit den meisten Kreuzen in den 17 Wahlkreisen. Die übrigen 50 Abgeordneten werden über die Landeslisten der Parteien bestimmt, die mehr als fünf Prozent der insgesamt abgegebenen Stimmen erreicht haben. Das vorläufige Wahlergebnis wird vermutlich am Abend des 16. Februar bekannt gegeben.

Lesen Sie in der kommenden Woche Teil 2 unserer Serie Bürgerschaftswahl 2015
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4 Kommentare
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Elke Noack aus Rahlstedt | 06.01.2015 | 10:00  
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Heiko Maier aus Ahrensburg | 14.02.2015 | 12:38  
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Heiko Maier aus Ahrensburg | 14.02.2015 | 13:15  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 14.02.2015 | 13:22  
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