Echt scharf!

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Kater Willi erzählt aus seinem Leben Grafik: wb

An dieser Stelle schreibt jede Woche Kater Willi. Diesmal über Kratzen in seiner schönsten Form

Hamburg Glatt ist ja mega-hip in diesen Zeiten. Also bei den Zweibeinern. Es gibt zwar, hi hi, auch Nacktkatzen. Aber das muss man mögen. Die Sphynx-Katze, übrigens eine kanadische Rasse, keine ägyptische, hat große Ohren und schrumpelige Glatt-Haut. Als Film-Experte (Sie wissen schon – Catzablanca…) würde ich sagen: Die Nacktkatze ist der Golum unter den hübsch-befellten Pfötlern. Aber so eine Hülle ist eben nur eine Hülle. Merke: Wer außen nackt und glatt ist, kann trotzdem Haare auf den Zähnen haben. Warum ich von so viel Glätte spreche? Weil in meinem Haus seit einiger Zeit die Treppe ins Obergeschoss einer Eisbahn mit Stufen gleicht. Haben die drei, die in meinem Haus wohnen, doch glatt meine Kratz-Unterlagen entsorgt! Sie nennen es „Sisal-Auflage“. Das sei mit den abgeschliffenen Stufen nun viel edler, meinte die Frau, die in meinem Haus wohnt. Aber von wegen echt scharf… wo soll ich denn jetzt bitteschön meine Krallen schärfen?
„Der Willi kann ja auch mal seinen Kratzbaum benutzen“, empfahl sie. Dazu muss man sagen, dass ich sozusagen den Tele-Willi unter den Kratzbäumen habe. Der ist locker Einszwanzig hoch, ich kann mich herrlich dran langstrecken. Also theoretisch. Es gab ja die Sisal-Auflagen auf der Treppe. Außerdem hat er eine Schlafhöhle im Hochparterre, die ich selbstverständlich nie benutze. Die Aussichtsplattform, von manchen schnöde „Teller“ genannt, bietet mit ihrer gepflegten blau-flauschigen Ausstattung einen traumhaften Blick in den Garten.
Es soll ja Mitpfötler geben, die gerne an Tapeten kratzen, an Sofas oder Teppichen. Mach ich nicht. Meistens jedenfalls. Es soll ja auch Menschen geben, die auf den Kopfteilen ihrer Boxspringbetten Dosen platzieren, die dann runterscheppern, wenn „jemand“ dran kratzt. Sieht total schick aus. Am Ende haben die drei, die in meinem Haus wohnen, jetzt allerdings doch eine gute Lösung für mich gefunden. Auf der Kellertreppe durften die Sisal-Auflagen bleiben *schrubbschrubbkratz* Dafür lasse ich die Ledercouch in Ruhe. An deren glatten Ende liegen drei Decken – und obendrauf regelmäßig, Euer Willi.

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