Ein Duft von Katzenberger

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Kater Willi erzählt aus seinem Leben Grafik: wb

An dieser Stelle schreibt jede Woche Kater Willi. Diesmal macht er ein Drogengeständnis

Hamburg Also, dass wir uns hier gleich richtig verstehen: Drogen aller Art sind verwerflich, zerstörerisch und manchmal können wir doch nicht die Pfoten davon lassen. Solange bei Zweibeinern beispielsweise Bier und Wein legal in Mengen zu kaufen sind, trinken sich große Teile der Bevölkerung aller Schichten beduselt in den Untergang. So, jetzt isses raus. Oder Zigaretten: Igitt. Wie das stinkt. Oder Chrystal Meth. Da sind die armen Würste sofort – und zwar wirklich sofort! – nach dem ersten Konsum abhängig. Der dunkle Weg führt in Abgründe: Er reicht von Wahnvorstellungen bis hin zu ungewollten Schwangerschaften inklusive Frühgeburten und anderen Alpträumen. Dass sich die Leutchen vorher wach und geil fühlen – geschenkt. Aber gut, es ist Wochenende, ich möchte ja nicht, dass meine Leser von dieser Kolumne einen Kater bekommen. Ha ha. Der war gut, oder?
Humor ist ja in diesen Zeiten eine gaaaanz heikle Sache. Dabei ist am Ende nichts ernst genug, um nicht trotzdem darüber lachen zu können. Denn nur der Mensch weiß, dass er eines Tages sterben wird und nur er kann lachen (letzteres können allenfalls noch Menschenaffen wie Schimpansen). Katzen lachen nicht, wir können uns aber trotzdem manchmal tierisch freuen. Kürzlich brachte mir die Frau, die in meinem Haus wohnt, eine Überraschung mit. Überrascht war ich von der seltsamen Form des Spielzeugs. Das sah aus wie ein Fisch in Igelform. Und vor allem hatte es die richtige Mäuschen-Größe. Merke: Alles, was Mäuschengröße hat, könnte vielleicht nach Mäuschen schmecken. In diesem Falle allerdings war die Verzückung williseits noch viel größer. Ich sage nur: Katzenminze, lateinischer Pflanzenname Nepeta cataria. Darauf fahre ich total ab. Actinidin – so heißt der Wirkstoff in dem Zeugs – bringt mich angenehm in Wallung. Also, nix wie reingeknabbert, losgepfötelt und rumgeschubst das Spielzeug! Wie ein Wirbelwind bin ich über den Wohnzimmerboden gefegt. Die Frau, die in meinem Haus wohnt, war auch zufrieden. „Da steht nämlich drauf ,Zahnpflegespielzeug‘ mit Katzenminze“, las sie vor. Okay, mir ging es nicht um Zahnreinigung, sondern um Hormonvernebelung. Das Wirkstöffchen kommt nämlich sonst im Untenrum-Parfum felliger Fräuleins vor. Also, Eau de Katzenberger quasi. Allerdings lässt die Minz-Wirkung recht schnell wieder nach. Das ist auch gut so, denn einen klaren Kopf behält stets, Euer Willi.

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