Ein Garten entsteht

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Die ersten Arbeiten sind getan. Nun sieht die Fläche tatsächlich bereits nach einem Garten aus. Und die Jugendlichen haben den grauen Bunkerschacht bunt angemalt. Foto: Neschki

Freiwillige arbeiten am interkulturellen Projekt

Von Mike Neschki

Billstedt. In den letzten Monaten wurde viel über den Interkulturellen Garten in Billstedt berichtet. Und weil lange Zeit interessierte Amateurbotaniker vergeblich nach dem Objekt der Begierde suchten, aber nichts fanden, wurden die Verantwortlichen mit viel Häme übergossen. Doch jetzt geht es neben der U-Bahntrasse an der Legienstraße tatsächlich los.
Nachdem nun im zweiten Schritt der Zaun gezogen, erste Furchen gegraben, und der Betonlüftungsschacht des unter dem Gelände befindlichen Luftschutzbunkers von Jugendlichen allseitig bemalt wurde, sieht die Fläche schon so aus, als ob da wirklich ein Garten entsteht. Dass dies ein Interkultureller Garten werden soll, kann noch nicht wirklich erkannt werden, aber die Erde wurde ja auch nicht an einem Tag erschaffen.
An zwei Wochenenden stellten bei Wind und Regen die mittlerweile 19 Mitglieder den von der Interkulturellen Stiftung, München, gesponserten Zaun auf. Vorher schenkte die Evangelische Kirchengemeinde Schiffbek-Öjendorf dem Interkulturellen Verein einen alten 20-Fuß-Container, der für Schaufeln, Harken und Co. nötig ist. Die Firma Otto Wulff brachte diesen kostenlos in die Legienstraße und platzierte ihn vor Ort an gewünschter Stelle. Der gemeinnützige Verein Rückenwind stellte Arbeitskräfte zur Verfügung, die mittlerweile mehr als 100 Stunden geleistet haben. Optiker Fielmann aus dem Billstedter Einkaufszentrum stiftete 416 Pflanzen, darunter auch Obstgehölze für die Begrünung des zirka 2000 Quadratmeter großen Geländes und eine rund 70 Meter lange Hecke als Abgrenzung zu einem öffentlichen Weg. Auch eine Billstedter Bürgerin entnahm 300 Euro aus ihrer Sparschatulle und spendete ihr beiseite gelegtes Geld dem Verein.
Insgesamt flossen schon 5.700 Euro an Geld und Sachspenden. Nur diesen Spendern ist es zu verdanken, dass der IKG soweit vorbereitet ist, dass die einzelnen Mitglieder, die nicht nur fördern, sondern selbst ihr Gemüse züchten wollen, mit Beginn der Gartensaison 2013 ihr Stück Land von zirka 15 qm beackern können.
In den nächsten Tagen werden zudem noch ein zirka 50 qm großes Gemeinschaftsbeet und der Grundstock für einen Kräutergarten inklusiv Kräuterspirale angelegt.
Weitere Projekte wie eine Komposttoilette, einen überdachten Freiplatz für Zusammenkünfte bei Regen und Hochbeete sind in der Planung. Der Verein benötigt aber noch weitere Sponsoren. Die Kosten für die Anlage von Wegen kann ebenfalls nicht allein durch die Mitgliedsbeiträge von zwei Euro im Monat getragen werden. Sachspenden in Form von Mutterboden, Schreddergut, Gehwegplatten, Sand zum Legen der Platten, Pflastersteine, Holz, Regenwasserfässer, Leitungswasserbehälter würden eine große Hilfe sein. Wer also von allen diesen Sachen etwas entbehren kann, sollte sich über die E-Mail-Adresse kroeger@billhorn.de melden. Es lohnt sich im Interesse der Allgemeinheit. (mn)
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