Ein Jahr nach der Eröffnung

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Auch die Mitglieder vom „Theoter ut de Möhl“ waren diesmal bei der Demonstration mit ihrem großen Plakat dabei. Foto: zz

Glinde wehrt sich gegen die den Tönsberg-Laden

Glinde. Vor genau einem Jahr, am 15. September, wurde in der Ladenzeile Glinder Berg der Tönsberg-Laden eröffnet. Sehr schnell wurde allen klar war, dass hier Klamotten der bei Neonazis beliebten Marke Thor Steinar verkauft werden. Und sofort regte sich der massive, parteiüberübergreifende Widerstand. Die Bürgerinitiative gegen rechts hält seit dem 16. September 2011 täglich eine Mahnwache ab, um allen deutlich zu zeigen, dass in Glinde kein Platz für Neonazis ist. Es wurden Demonstrationen, Menschenketten und Lichterketten durchgeführt, an denen sich jedes Mal hunderte von Glindern beteiligten. Zwar ist es bisher nicht gelungen, den Besitzer des Ladens zum Aufgeben zu bewegen, aber es wurde erreicht, dass sich in Glinde kein Sammelpunkt der Neonazis gebildet hat.
Anläßlich des einjährigen Bestehens des Laden hatte die Bürgerinitiative gegen Rechts am Sonnabend zu einer erneuten Demonstration unter dem Motto „Glinde kehrt aus“ ausgerufen. Von der Marktpassage gingen etwa 300 bis 400 friedliche Demonstranten, viele davon mit einem Besen „bewaffnet“ zum Glinder Berg. An der Spitze der parteilose Bürgermeister Rainhard Zug. Bürgervorsteher Eberhard Schneider hatte sich entschuldigen lassen. Rainhard Zug und andere Redner riefen die Glinder dazu auf, so lange gegen das Geschäft und gegen die Neonazis friedlich zu demonstrieren, bis der Tönsberg-Laden endgültig geschlossen wird. „Der Mietvertrag läuft fünf Jahre. Wenn es erforderlich ist, werden wir so lange hier stehen und nicht nachlassen, um uns gegen den Laden zu wehren“, sagte Johannes Ratzek. (zz)
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