Ein kleiner Blick zurück – wie alles begann

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Alte Brücke: Die alte Franzosenbrücke in Steinbek – erbaut 1802. Die Brücke wurde 1969 restauriert und unter Denkmalschutz gestellt. Das abfotografierte Bild hängt im Staatsarchiv Hamburg. Foto: zz

Wie Kirchsteinbek ein Teil Hamburgs wurde

Niemand kann heute mehr mit Bestimmtheit sagen, wie alt Steinbek wirklich ist. „800 Jahre Kirchsteinbek“ bedeuten also nur, dass der Ort Steinbek bereits so lange urkundlich erwähnt wird.
Und zwar wohl erstmals im Jahr 1212. Der Name geht auf den steinigen Bach „Glinder Au“ zurück, der auch heute noch durch den Ort fließt.
Mit dem Bau der ersten Kirche 1239 wurde das Dorf Kirchsteinbek genannt. 1321 wurde erstmals eine Kornmühle im Ort erwähnt. Steinbek gehörte seit diesem Jahr vermutlich zum Kloster Reinbek und wurde Zentrumsgemeinde eines Kirchspiels, zu dem 18 weitere Dörfer gehörten. Nach der Reformation 1517 und der damit verbundenen Auflösung des Klosterbesitzes kam Steinbek zum landesherrlichen Amt Reinbek.
Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde der Ort endgültig in Kirchsteinbek umbenannt und dem neu gegründeten Kreis Stormarn zugeordnet. Mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam der Ort zum Amtsbezirk Schiffbek.
Um 1900 begann die Verstädterung der bisher dörflichen Gemeinde. 1927 wurde Kirchsteinbek mit Schiffbek und Öjendorf zur neuen Großgemeinde Billstedt zusammengelegt. Es hatte damals 2154 Einwohner.
Im Laufe der vergangenen 800 Jahre hat sich der Ort vom kleinen Bauerndorf zu einem Stadtteil von Billstedt im heutigen Hamburg entwickelt.
Immer im Mittelpunkt stand und steht dabei die Kirche von Steinbek, die den Ort auf ihrem kleinen Hügel mit dem angrenzenden Friedhof überragt.
Wer auf der Bundesstraße 5 von der Innenstadt Richtung Autobahn oder weiter nach Bergedorf fährt sieht die Kirche schon von weitem. Sie ist heute eine sogenannte Hochzeitskirche, in der jährlich zahlreiche Trauungen stattfinden. Auch von Paaren, weit über die Grenzen Kirchsteinbeks hinaus. (zz)
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