Ein „Rettungsdorf “ in Horn

Wann? 21.02.2017

Wo? Am Gojenboom 46, Am Gojenboom 46, 22111 Hamburg DE
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Diese Lithografie von Erwin Speckter aus dem Jahr 1836 ist die früheste Ansicht vom Gelände des Rauhen Hauses Foto: Bild: Archiv Rauhes Haus/Geschichtswerkstatt Horn
Hamburg: Am Gojenboom 46 |

Vortrag der Geschichtswerkstatt über das Rauhe Haus am 21. Februar

Horn Johann Hinrich Wichern war ein ganz besonderer Mensch. Im Alter von 25 Jahren sah er die erbärmlichen Lebensverhältnisse der Kinder in den Hamburger Elendsvierteln und entschied sich, zu helfen. 1833 gründete der junge Theologe das Rauhe Haus, damals in den Anfängen ein „Rettungshaus“ für Kinder vor den Toren der Stadt. Er hatte zuvor führende Hamburger Politiker und Kaufleute in einer öffentlichen Versammlung davon überzeugt, dass sie ihn unterstützen.

Horner Stadtteilgeschichte


Die Geschichte des Rauhen Hauses ist ein spannendes Kapitel der Horner Stadtteilgeschichte, das die Geschichtswerkstatt Horn am Dienstag, 21. Februar, in einem Lichtbildervortrag den Besuchern des Stadtteilhauses Horner Freiheit nahebringt. Die Geschichtswerker zeigen auf vielen historischen Stichen und Postkarten, wie das Gelände vor seiner weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ausgesehen hat. Außerdem berichten sie von den Anfängen des Rauhen Hauses in einer kleinen Strohdachkate oben auf dem Geestrücken, mit der Johann Hinrich Wichern den Grundstein legte für das, was heute mit dem Begriff „Diakonie“ bezeichnet wird. Das Rettungshaus wurde schnell zu einem Rettungsdorf und Wicherns pädagogische, vor allem aber seine missionarischen und sozialpolitischen Ideen und Aktivitäten zogen über Hamburg hinaus Kreise. Der Ur-Adventskranz, den Wichern um 1850 erfand, ist im Lichtbildervortrag der Geschichtswerkstatt zu sehen, außerdem zeigen die Historiker einen Blick in das rekonstruierte Arbeitszimmer der wieder aufgebauten Wichern-Kate, wo alles begann. (sh)

Vortrag über das Rauhe Haus: Dienstag, 21. Februar, 19.30 Uhr, Stadtteilhaus Horner Freiheit, Am Gojenboom 46, Eintritt: 4 Euro. Weitere Infos: Geschichtswerkstatt Horn
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