Ein Tag bei der Müllabfuhr

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Dave, Lena, Jamy-Lee und Jason haben beim Problem-Mobil den Abfall sortiert und alles richtig zugeordnet. Jonas Klappauf von der Stadtreinigung überprüft, ob es alle richtig machen Foto: Grell

Lehre, Vergütung, Aufstieg: Mädchen und Jungen aus Hammerbrook besuchen Stadtreinigung

Von Karen Grell
Hammerbrook
Mülleimer entleeren, Abfall sortieren, die kleine Kehrmaschine lenken und die Straßen fegen – alles nichts für Mädchen? Das dachten auch die Schülerinnen, die zum Girls‘-Day zur Hamburger Stadtreinigung nach Hammerbrook kamen. Um auch die typischen Männerberufe einmal an die Frau zu bringen, wurde der Mädchenzukunftstag erfunden, auch Girls‘-Day genannt. Schülerinnen haben dabei die Möglichkeit, einen ganzen Tag lang in die Rollen der klassischen Männertätigkeiten zu schlüpfen und sich als Kfz-Mechanikerinnen, Tischlerinnen und eben auch Straßenkehrerinnen auszuprobieren. Zur Stadtreinigung am Bullerdeich hatten die Mädels aber auch gleich noch ein paar der Jungen mitgebracht, die sich ebenfalls für die Berufe rund um eine saubere Stadt interessierten. Insgesamt schnupperten an diesem Morgen 80 Schüler in alle Bereiche, die bei der Stadtreinigung angeboten werden. Vom Fahrer der kleinen Kehrmaschine über Mitarbeit im Recycling-Hof bis zur Bürokauffrau gibt es die unterschiedlichsten Berufszweige im Unternehmen. Daniela (12) war zum Girls‘-Day bei der Müllabfuhr dabei und könnte sich für ihre Zukunft vorstellen „hier einen Job in der Verwaltung zu machen“. Mit dem Abfall direkt würde sie sich nicht so gern beschäftigen. „Das ist nichts für mich.“ Julina dagegen findet gerade die Fahrzeuge besonders interessant und sieht sich auch direkt bei der Entsorgung in einem Job. Einig waren sich die Schüler auf jeden Fall darin, dass die Müllabfuhr eine „super wichtige Arbeit macht, ohne die in der Stadt gar nicht mehr klappen würde. Der Tag bei der Stadtreinigung wurde von verschiedenen Mitarbeitern begleitet und neben einem Parcours, bei dem die Kehrmaschinen durch eine Slalomstrecke manövriert werden mussten, konnte auch das Mülleimerkippen am großen Wagen und das richtige Sortieren von Problemstoffen ausprobiert werden. „Die Jugendlichen sollen so direkt mit den Berufen in Kontakt kommen“, erklärt Stefanie Buske, Mitarbeiterin der Stadtreinigung. Die Schüler lernten beim Girls‘-Day die verschiedenen Ausbildungsberufe kennen und erfuhren alles über Vergütung, Dauer der verschiedenen Ausbildungszweige und Aufstiegschancen. Am Ende des Tages gab es eine gemeinsame Runde, bei der noch die letzten offenen Fragen beantwortet wurden. „Wir haben hier richtig viel gelernt und auch noch einmal die Wichtigkeit des Unternehmens festgestellt“, so Jason (12), „und wer hier angestellt ist, der hat auf jeden Fall einen richtig sicheren Arbeitsplatz.“ (kg)
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