Ein Viertel im Aufwind

Anzeige
In dem Saga-Neubau an der Legienstraße entstanden 36 öffentlich geförderte Wohnungen Foto: fbt

Zahlreiche Neubauten und Sanierungen rund um die Horner Geest

Von Frank Berno Timm
Horn
Mehr neue Wohnungen als geplant vermerkt der Bezirk Hamburg-Mitte für das abgelaufene Jahr. Auch, wer sich zwischen Legienstraße und Horner Geest umsieht, findet gleich einige Neubau- und Sanierungsprojekte. Das Nachbarviertel von Billstedt ist inzwischen eine begehrte Wohngegend. Nicht erst seitdem Flüchtlinge nach Hamburg kommen, herrscht Druck auf dem Wohnungsmarkt der Hansestadt. Immer wieder gibt es Appelle, pro Jahr eine bestimmte Anzahl Wohnungen neu zu bauen. Sorina Weiland vom Bezirk Mitte vermeldet auf Wochenblatt-Anfrage, statt der geplanten 750 Wohnungen seien bis Ende November Genehmigungen für rund 1.100 Wohnungen erteilt worden. Sorina Weiland spielt damit auf den „Vertrag für Hamburg“ an, der seit dem Jahr 2011 existiert, zwischen dem Senat und den Bezirken geschlossen wurde und nach Darstellung der Stadtentwicklungsbehörde vorsieht, hamburgweit jährlich 6.000 Wohnungen neu zu bauen – davon 2.000 öffentlich gefördert.

Neubau und Sanierung von Wohnungen


Saga-Sprecherin Kerstin Matzen ergänzt, in der Legienstraße 181/183 sei ein Neubau mit 36 öffentlich geförderten Wohnungen gebaut worden. Nur wenige Schritte entfernt, in den Kroogblöcken und auf dem Querkamp, baut das Unternehmen ebenfalls: Hier wird es bis voraussichtlich November dieses Jahres 76 neue Wohnungen geben, die ebenfalls mit Fördermitteln entstehen.
Die Nachfragen bei der Saga beziehen sich glücklicherweise auf wesentlich mehr als diese Quartiere: Rund 5.000 Anfragen wurden registriert, etwa 6.500 Wohnungen hat das Unternehmen im Stadtteil Horn im Bestand. Rund 430 davon seien im Jahr 2015 neu vermietet worden. In der Nähe des Neubaus an der Legienstraße hat die Saga übrigens ein Sanierungsvorhaben auf dem Schirm, bei dem es sich um die „energetische Vollmodernisierung von insgesamt 364 Wohnungen“ handelt. Nach Saga-Informationen werden diese in mehreren Bauabschnitten bearbeitet und bis 2018 fertiggestellt: „Gegenstand ist die energetische Sanierung der Gebäudehülle, das Schließen der Loggien, die Errichtung von neuen Balkonen, die Erneuerung der gesamten Haustechnik, die Modernisierung der Bäder und Küchen bei Grundrissänderungen“. Auch hier, so Sprecherin Kerstin Matzen weiter, fließen Fördermittel. Am Ende kosteten die Wohnungen dann 5,90 bis 6,20 Euro pro Quadratmeter. Und: „Überwiegend ziehen die vorher dort wohnenden Mieter wieder in ihre Wohnung zurück“, so Matzen.

38.000 Einwohner leben in Horn


Horn hat nach Angaben des Statistikamts Nord 38.296 Einwohner (Stand 31. Dezember 2014). Männer haben mit 51,4 Prozent die Mehrheit, 76,1 Prozent sind Deutsche. Gut 18.000 Horner haben einen Migrationshintergrund. Den größten Altersanteil stellen die 30 bis 49-Jährigen (11.422). In Horn leben 6.578 Menschen pro Quadratkilometer. Im Jahr 2014 sind 19 Menschen mehr gestorben als geboren wurden. Die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt machen auch die Zuzüge deutlich: 5.184. Nur 4.386 sind aus Horn weggezogen. Es gingen mehr Leute ins Umland als von dort kamen.Auch aus dem Ausland kamen mehr als dorthin zogen. Alles in allem also offenbar: Keine schlechte Adresse.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige