Eine Kita? „Logisch!“

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An der Erweiterung des Billstedter Kulturpalastes wird kräftig gebaut Foto: fbt

Im erweiterten Kulturpalast Billstedt werden einmal 60 Kinder betreut

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Wer länger nicht mehr am Billstedter Kulturpalast vorbeigekommen ist, wird staunen: Der Erweiterungsbau ist in die Höhe gewachsen. Im dritten und vierten Stock wird eine Kita entstehen, die mit dem Krippenalter beginnt – für die Kulturpalast-Akteure ein logischer Schritt in den Aktivitäten, die sie sonst schon betreiben. Wenn man Jochen Schindlbeck, dem stellvertretenden Geschäftsführer des Kulturpalastes in Billstedt, so zuhört, ist seine Faszination zu spüren: „Wir versuchen, zu kultiplizieren“, sagt er. Ein Schlagwort? Schaut man Billstedt mit seinem hohen Anteil an Migranten an, gewiss nicht: „Wir sind hier eigentlich die Welt vor Ort.“ Und in Windeseile skizziert Schindlbeck die Geschichte seines Hauses, das einmal auf gut 70 Quadratmetern anfing und heute im früheren Wasserwerk 40 freie Kulturgruppen beherbergt, Kurse anbietet, die HipHop-Academy mit „680 students“, das Heavy-Metal-Mekka „Bambi Galore“– einen Musikclub – aufgebaut hat und mit den Klangstrolchen, die gerade zu einem Kongress zusammengekommen sind, musikalische Früherziehung macht.
Es gebe, sagt Schindlbeck, Kooperationsverträge mit 60 Kindereinrichtungen in Hamburg, die mit 2.200 Kindern Musik „leben“. Hinzu kommen das alle zwei Jahre stattfindende Stadtteilfest BilleVue und die jährliche Ausbildungsmesse Hamburger Osten, das Restaurant im Haus läuft gerade in Eigenregie und soll, wenn der Erweiterungsbau fertig ist, wieder verpachtet werden. Nebenan werkeln die Bauarbeiter. Der Rohbau der neuen Räume steht kurz vor dem Abschluss, am 19. April wird Richtfest gefeiert. Weil Identifikation zum Credo in diesem Haus gehört, läuft schon ein paar Monate lang eine augenzwinkernde Wette darum, ob die Elbphilharmonie eher fertig sein wird oder das erweiterte Haus am Rande der Stadt. Dazu soll auch eine Kita gehören, die Jungs und Mädchen schon im Krippenalter aufnehmen wird. Sie wird in Eigenregie betrieben und ist „ein logischer Schluss“. Die Räume werden im dritten und vierten Stock angesiedelt, aber natürlich sollen die Kleinen auch am sonstigen Betrieb im Haus teilhaben können. „Das Thema Musik wird voll im Mittelpunkt stehen“, sagt Schindlbeck, Sprache ebenfalls. Wie viele Plätze sind geplant? „Ungefähr 60, Krippe und Elementarbereich“. Wenn alle Genehmigungen vorliegen, soll die Kita Anfang nächsten Jahres eröffnen.

Weitere Informationen unter 040/8224568-0 oder info@kph-hamburg.de
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