Eine wahre „Herzens-Tat“

Anzeige
Die Kinderbischöfe mit Bischöfin Kirsten Fehrs (2.v.re.) und Sabine Tesche vom Abendblatt-Verein „Kinder helfen Kindern“ Foto: lan

Bischöfin und Kinderbischöfe eröffnen Spielplatz für Flüchtlingskinder

Von Johanna Landeck
Öjendorf
Ein wenig Leichtigkeit, die Möglichkeit für ein paar Stunden zu vergessen und sich ganz in Spiel und Spaß vertiefen: Für jene Kinder, die in der Flüchtlingsunterkunft am Mattkamp in Öjendorf leben, ist all dies keine Selbstverständlichkeit.
„Die Kinder hier haben schon so viel durchgemacht in ihrem Leben. Deshalb steht ihnen jetzt eine Belohnung zu“, so Caro Laser. Die Elfjährige ist eine der Kinderbischöfe der Wichern-Schule, die in den vergangenen Monaten insgesamt 30.339 Euro an Spendengeldern eingesammelt haben, um den Flüchtlingskindern einen eigenen Spielplatz inklusive Hängematte, Trampolin und Spielhäuschen zu bescheren. Am vergangenen Mittwoch übergaben die Kinderbischöfe den neuen Platz im Rahmen eines großen Sommerfestes. „Der Spielplatz ist sehr schön geworden. Und man kann sehen, dass die Kinder hier großen Spaß haben,“ stellte Kinderbischöfin Aischa Al-Wattar fest. Tatsächlich verfügten Kinder grundsätzlich über „einen sehr feinen Sinn für Gerechtigkeit“, so Bischöfin Kirsten Fehrs. Das Projekt sei eine wahre „Herzens-Tat“. Als „große Amtsschwester“ zerschnitt sie das Eröffnungsband zum Spielhäuschen. Und nicht nur das: Fehrs fand im Rahmen ihrer Rede Worte, die über die bloße Begrüßung der zahlreichen Gäste hinausgingen: „Wir möchten, dass ihr Euch wohlfühlt in unserem Land und dass wir gemeinsam eine neue Gesellschaft bilden.“ Der Spielplatz stehe symbolisch nicht nur für Freude und Vergnügen, sondern auch für den Segen „dass wir alle auf dieser Welt angenommen sind“. Andreas Ludwig, Mitarbeiter des Unterkunfts- und Sozialmanagements der Wohnunterkunft, ging sogar noch weiter: „Diese Aktion trägt zu einer Steigerung der Akzeptanz von Flüchtlingen in der Bevölkerung bei.“

„Wir möchten, dass ihr Euch wohlfühlt in unserem Land und dass wir gemeinsam eine neue Gesellschaft bilden.“ Bischöfin Kirsten Fehr

Aktuell leben in der Wohnunterkunft 420 Menschen mit 45 Nationalitäten, viele von ihnen alleinerziehende Mütter und insgesamt 105 Kindern und Jugendlichen. Die meisten stammen aus Afghanistan, dem Irak, Syrien und Ghana. „Gerade für die Mütter und Kinder ist dieses Angebot ein schönes Zeichen dafür, dass die Zivilgesellschaft bereit ist zu helfen“, betonte Rembert Vaerst, Geschäftsführungs-Sprecher des sozialen Dienstleisters fördern und wohnen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige