Endlich ein Aufzug

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Bahnhofsmanager Markus Hock (l.) und Abgeordneter Dirk Kienscherf helfen der Mutter Frauke Zimmermann, den Kinderwagen zum Bahnsteig zu bringen. Umständlich, schwer und unbequem. Das ist bald vorbei: Der Bau eines Fahrstuhls wurde beschlossen. Foto: Röhe

Bahnhof Hasselbrook bald barrierefrei

Hamm-Nord. „Für mich als Mutter ist es schwierig, mit dem Kinderwagen den S-Bahnhof Hasselbrook zu erreichen. Deshalb weiche ich meist zur Haltestelle Wandsbeker Chaussee aus“, sagt Frauke Zimmermann, Mutter von zwei Kindern.
Ältere Menschen mit Gehwagen, Reisende mit schwerem Gepäck oder Fahrrädern haben derzeit noch Schwierigkeiten in eine
S-Bahn am Bahnhof Hasselbrook zu steigen. 32 steile müssen Stufen überwunden werden. Das aber ändert sich bis 2014, nach über 20 Jahren Diskussion. Markus Hock, Leiter des Bahnhofsmanagement der Deutschen Bahn AG und Dirk Kienscherf, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter, teilten bei einer Ortsbegehung mit, dass ab Ende des kommenden Jahres mit der Errichtung einer Aufzugsanlage begonnen werden soll.
Damit scheint der barrierefreie Umbau und der Aufzug in greifbare Nähe gerückt zu sein. „Darauf haben wir in Hamm jahrelang gewartet“, freut sich Dirk Kienscherf. „Denn seit 20 Jahren folgten viele Ankündigungen, doch richtig konkret wurde es dann doch nie“, ergänzt der Politiker.
„Wir mussten zunächst andere die Station tangierende Bauvorhaben abwarten. Insbesondere der Bau der geplanten
S-Bahnlinie S4 nach Ahrensburg hat zu Verzögerungen geführt“, sagt Markus Hock. Nun stehe allerdings fest, dass eine Ausfädelung der S4 erst östlich des S-Bahnsteigs erfolge – somit stehe dem Fahrstuhl nichts mehr im Wege. „Der Zugang erfolgt mittels eines Steges über das stadteinwärts führende Gleis an der Zuwegung des Restaurants „Factory“ in unmittelbarer Nähe“, ergänzt der Bahnhofsmanager. 2014 werde der Steg mit Info-Vitrine und Fahrkartenautomat eröffnet.
Für Ines Pfisterer zu spät. Sie bringt ihre Möbel wegen eines Umzugs zu einer Freundin nach Hamm – und bekommt dabei Stufe für Stufe zu spüren. „Schade, dass mir die Treppen nicht erspart bleiben“, sagt die 20-Jährige. (mr)
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