Erste Jugendkonferenz im Bezirk Mitte geplant

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Jugendliche sollen in Entscheidungen stärke einbezogen werden Symbolfoto: Thinkstock

Am 18. November startet Pilotprojekt: Veranstaltung zu Olympiabewerbung

Von Johanna Landeck
Billstedt-Horn
„Mit 71.000 Menschen unter 25 Jahren sind die Jugendlichen eine große Bevölkerungsgruppe im Bezirk Hamburg-Mitte, die nicht vergessen werden darf“, betont Yannick Regh (SPD), mit 23 Jahren selbst jüngstes Mitglied der Bezirksversammlung. Um die Heranwachsenden künftig stärker in stadtpolitische Entscheidungen einzubinden, startet die SPD-Fraktion Hamburg-Mitte ein besonderes Pilotprojekt.
Geplant ist, am 18. November die erste, sogenannte Jugendkonferenz in Kooperation mit den übrigen Fraktionen stattfinden zu lassen. Zwei fachkundige Referenten sollen dann rund 250 Schüler der Wichernschule in Horn ab 16 Jahren über das Thema Olympiabewerbung informieren. Der Zeitpunkt ist mit Kalkül gewählt: Am 29. November werden Wahlberechtigte ab 16 Jahre in Hamburg nach ihrem Votum für oder gegen die Olympiabewerbung gefragt. „Sollte Hamburg den Zuschlag für die Olympischen Spiele bekommen, ist diese Generation besonders involviert, da die jetzt Jugendlichen dann junge Erwachsene sein werden“, sagt Regh. “ Bis zu 3.000 Euro sollen in das Projekt fließen.

Einmal im Jahr


Die Jugend-Aktion, für die jährlich 3.000 Euro zur Verfügung stehen, soll ausgebaut werden: „Wir planen, die Veranstaltung jährlich stattfinden zu lassen und auf andere Schulen auszuweiten.“ Denkbar wäre zum einen, die Veranstaltung von Bildungsstätte zu Bildungsstätte wandern zu lassen.

„Sollte Hamburg den Zuschlag für die Olympischen Spiele bekommen, ist diese Generation besonders involviert, da die jetzt Jugendlichen dann junge Erwachsene sein werden“ Yannick Regh

Auch eine einzige große, öffentlich zugängliche Veranstaltung für alle Jugendlichen des Bezirks wäre eine Möglichkeit. Zudem schweben der SPD-Fraktion bereits die nächsten Themen vor. „Interessant ist zum Beispiel die Frage, ob die Jugendbeteiligung im Bezirk überhaupt ausreichend ist. Ein weiteres Thema wäre die Jugendarbeit. Wie könnte diese in Hamburg-Mitte noch verbessert werden? Und natürlich darf auch die Stadtentwicklung nicht fehlen. Wie soll unser Leben im Bezirk beispielsweise im Jahr 2030 aussehen?“, so Regh.

Jugendliche motivieren


Unter dem Strich gehe es darum, die geringe Wahlbeteiligung von Jugendlichen anzuheben und die Heranwachsenden zu motivieren, sich für ihren Stadtteil stark zu machen.
Eine Kooperation mit dem Jugendparlament (JuPa), das sich bereits seit 1997 in Horn engagiert, ist übrigens nicht geplant. Dieses stehe als eigenes Format für sich, so Regh. Zudem soll die Jugendkonferenz, anders als das Parlament, als Beteiligung ohne verbindliche Beschlüsse funktionieren.
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