Falko Droßmann: „Brauchen Unterstützung des Senats“

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Der neue Bezirksamtsleiter Falko Droßmann im Klosterwall-Hochhaus – mit Traumblick auf Hamburger Hauptkirchen und Chilehaus Foto: fbt

Droßmann hat die Nachfolge von Andy Grote als Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte offiziell angetreten

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Falko Droßmann ist im Amt. In einer bewusst kurz gehaltenen Zeremonie in seinem neuen Büro erhielt der frühere SPD-Fraktionschef der Bezirksversammlung von Senator Peter Tschentscher (ebenfalls SPD) am vorigen Mittwoch die Ernennungsurkunden. Die Aussicht aus diesem Büro ist beneidenswert: Hafencity und Deichtorhallen sind aus ganz anderer Perspektive als sonst zu sehen, und geht man mit dem neuen Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) ins höchste Stockwerk des Hochhauses am Klosterwall, liegt einem die ganze Innenstadt mit Hauptkirchen, Chilehaus und allen anderen Schönheiten, die Hamburg so zu bieten hat, zu Füßen. Droßmann dagegen widmet sich aufmerksam seinen Gästen – Journalisten und Fotografen, seine Dezernenten sind auch gekommen. Der beurlaubte Oberstleutnant der Luftwaffe hat sichtlich Freude daran, Gesprächsfäden mit Menschen zu knüpfen: Eine Gabe, die er im neuen Job zweifellos brauchen kann. Finanzsenator Peter Tschentscher (ebenfalls SPD) trifft ein, die Bezirke gehören zu seinen Zuständigkeiten. „Der Bezirk Mitte“, sagt er, „ist der zentrale Bezirk.“ Hier spiele die Musik, Droßmanns neue Arbeit nennt er „eines der schwierigsten Ämter“ der Stadt. Und er überreicht seinem Parteikollegen drei Urkunden: die Bestellung für sechs Jahre zum Beamten auf Zeit, die Einweisung auf die freie Stelle des Bezirksamtsleiters mit der Besoldungsgruppe B4 und die Bestellung zum Bezirksamtsleiter im Bezirk Mitte. Droßmann sagt, ganz bewusst sei diese schlichte Form des Amtsantritts gewählt worden, es gebe schließlich viel zu tun. „Ich trete in Fußstapfen“, spielt er auf seinen Vorgänger an und fügt, zu Tschentscher gewandt, hinzu: „Wir brauchen die Unterstützung des Senats“. Dann erst nimmt Droßmann das erste Mal an seinem Schreibtisch Platz und quittiert dem Senator den Erhalt seiner Urkunden: Nun hat seine Amtszeit offiziell begonnen. Nicht selbstverständlich ist, dass sich der frisch bestellte Amtsleiter die Zeit dafür nimmt, mit den Fotografen in den obersten Stock des Hochhauses zu gehen. Geduldig posiert er und lässt das Blitzlichtgewitter über sich ergehen, der Ton ist locker, fast scherzhaft. Ganz offensichtlich weiß der erfahrene Parlamentarier, was Journalisten und Fotografen für ihre Berichterstattung brauchen. Draußen, vor dem Eingang zu seinem Bürotrakt, ist das erste Schild schon ausgewechselt, Droßmanns Name zu lesen. Am Klingelschild trifft der Besucher noch auf Andy Grote – inzwischen Innensenator für ganz Hamburg. Auch hier, heißt es im Sekretariat, sei der Austausch in Arbeit.
Ein Interview mit Falko Droßmann folgt in einer unserer nächsten Ausgaben.
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 20.03.2016 | 12:25  
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