Fee der letzten Wünsche in Hamburg geehrt

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Mit Marianne Kay freuten sich Kai Pflaume (v.l.) Regina Halmich und Hannah Grimm
 
Verona Pooth (r.) mit Schauspielerin Najet Et Camel

Marianne Kay aus Eppendorf mit der Goldenen Bild der Frau ausgezeichnet

Ewigkeit
Ein Schwan bleibt treu
bis in den Tod,
wenn mir einmal
das Ende droht,
möcht’ ich wie er
beim Liebsten sein,
dann geh auch ich
in die Ewigkeit ein.
Epilog auf kay-stiftung.de

Hamburg. Tränen der Rührung, freudestrahlendes Lachen und ein unsichtbares Band der Mitmenschlichkeit. Die Verleihung der Goldenen Bild der Frau am vorigen Donnerstag war ein ganz besonderer Abend. Top-Promis aus Film, Musik und TV liefen gleich dutzendweise über den Roten Teppich im TUI-Operettenhaus. Doch im Rampenlicht der Herzen standen fünf Heldinnen des Alltags, die für ihr Engagement ausgezeichnet wurden.

Eine davon war Marianne Kay aus Eppendorf. Die 65-Jährige wurde für ihr Projekt „Ein letzter Wunsch“ geehrt, durch das Menschen, die den Tod vor Augen haben, noch einmal einen Tag voll Glück erleben. „Ich möchte, dass wir das Sterben in die Gesellschaft holen“, sagte Marianne Kay, als sie den Preis entgegennahm. „Es ist wichtig, dass wir uns der Endlichkeit des Lebens bewusst werden.“ Überreicht wurde Marianne Kay die Statuette von Hannah Grimm, einer krebskranken Frau, der die Infinitas-Kay-Stiftung (Infinitas = lateinisch, Unendlichkeit) ein professionelles Foto-Shooting ermöglicht hatte. Wie unbeschwert und lebensfroh diese Wunscherfüllung die schmale Frau mit der blonden Perücke machte, hatte den 500 Gala-Gästen zuvor ein kurzer Einspielfilm gezeigt.

Von Marianne Kay als der „Fee der letzten Wünsche“ sprach Kai Pflaume, der durch den Abend führte. Marianne Kay wird in ihrem Wirken von ihrem Ehemann Hans-Michael Kay (67) unterstützt, einem ehemaligen Manager. Die beiden gründeten 2008 ihre Stiftung, mit der sie Schwerstkranken etwas Geborgenheit schenken möchten. Zum achten Mal feierte und förderte „Bild der Frau“, Deutschlands größte Frauenzeitschrift aus der Funke-Mediengruppe (zu der auch das Hamburger Wochenblatt gehört) Frauen, „die ein soziales Problem erkannt haben und es anpacken“, wie Chefredakteurin Sandra Immoor sagte. Erstmals fand das Event in Hamburg, nicht in Berlin statt.

Die Preisträger waren in diesem Jahr aus 107 Projekten ausgewählt worden. Geehrt wurden auch Eva-Maria Weigert (58) aus München für ihr Tanzprojekt „Freudentanz“ für Flüchtlingskinder und Anna Vikky (27) aus Düsseldorf für ihre Online-Spendenplattform „2aid.org“, mit dessen Hilfe Trinkwasserbrunnen in Afrika gebaut werden. Christine Wichert (49) aus Krefeld bringt mit ihrem Verein „Wahlverwandtschaften“ einsame Menschen zusammen – ab Februar auch in Hamburg. Patricia Carl (29), selbst 1,22 Meter groß, kämpft mit ihrem Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihren Familien“ gegen Vorurteile und Diskriminierung. Carl erhielt aus den Händen von Dr. Auma Obama, der Schwester des US-Präsidenten, zudem den mit 30.000 Euro dotierten Leser-Preis. Der Förderpreis mit 5.000 Euro wurde erstmals verliehen an Manuela Maurer: In ihrer „Hundebande“ kümmern sich Strafgefangene um das Training von Blindenhunden.

Im Promi-Reigen (u.a. Dagmar Koller, Horst Janson, Dietrich Mattausch, Olympiasieger Matthias Steiner, Katja Ebstein) hatte Verona Pooth den größten Aufmerksamkeitsfaktor. Einmal durch ihr Multi-Löcher-Lederkleid, andererseits durch den Versprecher des Abends bei der Laudatio auf Patricia Carl: „Du hast Hirz, äh, Hirn und Herz...“ TV-Moderator Kai Pflaume lobte das „Hirz“ von Verona, die sichtlich bewegt die Goldene Bild der Frau an die kleinwüchsige Preisträgerin übergab. (sta)

ein-letzter-wunsch.de, Spenden: Infinitas-Kay-Stiftung, Commerzbank
Hamburg, BLZ: 200 800 00, Konto: 0 960 090 501
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