Fotoschau zeigt Horn in den 70ern

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In den 1970er Jahren stehen noch Gründerzeithäuser-Häuser südlich der Horner Landstraße am Geestahng. Sie mussten 1976 der Großwohnanlage „Schiffbeker Berg“ weichen Foto: Hans Bünning

Ausstellungswechsel im EKZ Horner Rennbahn

Horn Die Geschichtswerkstatt Horn sammelt nicht nur vergilbte alte Postkarten und Bücher vom Beginn des letzten Jahrtausends. Zunehmend bekommen die Hobbyhistoriker in letzter Zeit auch immer mehr Bilder aus der Nachkriegszeit.
Den Anfang machte eine Dia-Serie mit 249 Bilder aus den 1970er Jahren, die aus dem Nachlass des Horners Hans Bünning stammen. Er hatte überwiegend immer dann zum Fotoapparat gegriffen, wenn Veränderungen im Stadtteil anstanden. Dabei stellte er meist seinen orange-roten Käfer mit ins Bild.
Durch den engen Kontakt, den er zur AWO-Seniorenstätte hatte, kamen seine Bilder aus dem Nachlass dorthin. Frau Jungesblut - damalige Leiterin der Einrichtung - übergab das Bildmaterial dann an das Stadtteilarchiv.
Wie vielfach in Nachlässen üblich, waren die Bilder nicht gekennzeichnet und es gab keine Unterlagen, aus denen hervorging, wann und wo die Bilder gemacht wurden. Das „Wo” war für Horn-Experten kein Problem. Die Frage nach dem „Wann” erforderte schon ein detektivisches Gespür. Jedes Detail auf den Bildern wurde in mehrfacher Vergrößerung nach Hinweisen auf das Entstehungsdatum durchsucht. Bei markanten Objekten - wie z.B. dem Kino „Ose Palast” - sind die Abrissdaten bekannt und eine zeitliche Einordnung leicht möglich. Bei anderen kam der Zufall ins Spiel: Bei einer Aufnahme ist z.B. auf der Litfaßsäule deutlich ein Plakat mit dem Text „100 Jahre Rothändle” zu erkennen. Die Roth-Händle-Zigaretten waren ein Produkt der Badischen Tabakmanufaktur Roth-Händle GmbH (BTM), die 1871 von Jules Schaller in Straßburg gegründet wurde. So konnten nach und nach die meisten Bilder aus der Serie datiert werden.
Eine kleine Auswahl davon konnte man bereits im vergangenen Jahr im EKZ Horner Rennbahn im Schaufenster eines Drogeriefachgeschäftes betrachten. Der 2. Teil folgt nun bis Ende Februar.
Die Kalender der Geschichtswerkstatt aus den Jahren 2009 und 2010 waren Bünnings Aufnahmen gewidmet, Restexemplare sind für 2 Euro bei der Geschichtswerkstatt erhältlich. (wb)

Geöffnet ist das Archiv an jedem 2. Mittwoch im Monat von 16:30 bis 19:30 Uhr im Gemeindehaus der Martinskirche
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