Für babyleichten Übergang

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Tamara Petersen (li.) und Bettina Fransky fordern mit ihrer Aktion einen sicheren Übergang zum Hammer Park Foto: lan

Anwohner sammeln Unterschriften für einen Zebrastreifen am Hammer Park

Von Johanna Landeck
HAMM Schützend hält Tamara Petersen die Hand über ihr Baby. Immer, wenn die frischgebackene Mutter den Hammer Park an der T-Kreuzung Moorende und Hammer Steindamm verlassen und die Straße überqueren will, überkommt sie ein ungutes Gefühl.

„Diese Stelle wird sehr häufig von Besuchern des Parks und des Stadions genutzt. Allerdings wird die Sicht auf die vielbefahrene Straße von den parkenden Autos, darunter oft riesige Lkw, regelrecht versperrt“, klagt sie.
Hinzu komme, dass die meisten Fahrzeuge zu schnell fahren würden.
Petersen sieht in der aktuellen Verkehrssituation eine akute Gefahr und fordert eine Lösung, etwa in Form eines Zebrastreifens. Dass sie Ende Mai mit eben diesem Anliegen bei der Zentralen Verkehrsbehörde bereits gescheitert ist, will die Hamburgerin nicht so einfach auf sich sitzen lassen. „Ich habe die Antwort erhalten, dass es in den vergangenen drei Jahren erst einen Verkehrsunfall an dieser Stelle gegeben hat, bei dem ein Fußgänger, der allerdings nicht auf den Verkehr geachtet hat, leicht verletzt worden ist. Vor zwei Wochen haben mein Mann und ich deshalb eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen.“
Petersen verteilte in den anliegenden Geschäften und Kindergärten Unterschriftenlisten. Innerhalb von zwei Monaten sollen so 1000 Unterschriften zusammenkommen. Die Resonanz der Anwohner sei zwar groß, berichtet Petersen. Ob die Maßnahme fruchten wird, ist dennoch fraglich. Die Polizei sieht jedenfalls keinen Handlungsbedarf.

Polizei: Verkehr ist nicht so dicht

„Das Verkehrsaufkommen ist nicht so hoch, dass Fußgänger die Straße nicht bequem überqueren könnten“, betont Christian Jepsen, Abteilungsleiter Prävention und Verkehr im Polizeikommissariat Hamm. Das Areal gelte auch nicht als Unfallhäufungsstelle.
Abhilfe schaffe zudem eine Verkehrsinsel, die sich 200 Meter südlich der T-Kreuzung befindet. „Diese hat außerdem den Vorteil, dass Fußgänger immer nur jeweils eine Fahrspur überqueren müssen“, so Christian Jepsen. Bettina Franzky, Mitarbeiterin einer nahegelegenen Physiotherapiepraxis, macht sich dennoch vor allem um die betagten Anwohner Sorgen: „Abgesehen davon, dass die Situation auch für Autofahrer, die von der Straße Moorende auf den Hammer Steindamm abbiegen, sehr unübersichtlich ist, sind es vor allem die älteren Menschen mit ihren Rollatoren, die es schwer haben. Denn die schaffen es oft gar nicht bis zur Verkehrsinsel.“
Tamara Petersen jedenfalls wird ihre Liste in Kürze bei der Verkehrsbehörde abgeben – und bis dahin auf dem Weg zum Park ganz besonders gut auf sich und ihren Sohn aufpassen.
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