Für die U4: Restaurant muss weichen

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Kontraste an der Rennbahnstraße: Probebohrungen für die U4 und das „Restaurant Dubrovnik“, das der Bahn zum Opfer fallen soll Foto: tel

U4-Planungswerkstatt in Hamburg-Horn erhält Zuspruch und Kritik

Von Michael Hertel
Horn
Die U-Bahnplanung „zieht“ auch in der Adventszeit: Knapp 80 Interessierte kamen zur ersten U4-Planungswerkstatt in die Aula der Schule Sterntalerstraße. Vorgestellt und diskutiert wurde die geplante Verlängerung (knapp zwei Kilometer Strecke) der U-Bahnlinie 4 auf die Horner Geest von der Station Horner Rennbahn aus mit den neuen Haltestellen Stoltenstraße und Dannerallee. Nach einer ersten Information im Rahmen der vorgezogenen Bürgerbeteiligung im Juli ging es diesmal um die Planung der drei Haltestellen und Fragen wie Lage und Anzahl der Zugänge, barrierefreier Zugang per Aufzügen und die sonstige Ausstattung der Stationen.

Zu Lasten der Anwohner

Neben viel Zuspruch für das Vorhaben der Hochbahn gab es aber auch grundsätzliche Kritik an der geplanten offenen Bauweise, der vor allem die Anwohner der Manshardtstraße über Jahre an einer Baustelle wohnen lassen wird, und auch an der damit verbundenen Fällung zahlreicher Straßenbäume (die Rede ist von rund 350). Ein Anwohner: „Gerade haben wir fünf Jahre Sielbaustelle in der Manshardtstraße hinter uns, da drohen weitere sieben Jahre mit der offenen U-Bahngrube.“

U-Bahnbau soll 2019 starten

Zu den interessanten Planungsdetails gehören bis zu acht Zugänge an der Endhaltestelle Dannerallee inklusive einer direkten Passage zum Einkaufszentrum. An der Station Horner Rennbahn wird der bestehende Mittelbahnsteig künftig nur noch von den stadteinwärts fahrenden Zügen der Linie U 2 und U4 angesteuert, für die stadtauswärts fahrenden Züge muss ein neuer Seitenbahnsteig gebaut werden. Dafür, so die Aussage von Hochbahnern, wird wohl der Flachbau mit dem Kroatischen Restaurant „Dubrovnik“ an der Rennbahnstraße weichen müssen. Nach jetziger Planung soll der U-Bahnbau Ende 2019 begonnen und 2025 fertiggestellt werden; alles vorbehaltlich einer Co-Finanzierung durch den Bund – sonst wird nicht gebaut. Vorher gibt es weitere Veranstaltungen der Bürgerbeteiligung zu den Themenbereichen Bauarbeiten (im nächsten halben Jahr), Umfeld sowie Betrieb/Busanbindungen.
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