Für ein lebendiges Gemeinwesen

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Katrin Ackermann freut sich auf die Theatergruppe 50 plus „Blütezeit“ Foto: Christa Möller
 
Silke Löbbers ist die Hausleiterin Foto: Christa Möller

Sönke-Nissen-Park Stiftung bietet im Gutshaus Glinde Unterhaltung, Beratung und hilft Menschen in Notlagen

Von Christa Möller
Glinde
Die weiße Villa im Herzen Glindes zeugt nicht nur von der Geschichte des ehemaligen Guts Glinde. Heute steht das Haus an der Möllner Landstraße 53 nicht zuletzt als Symbol für die Gemeinwesenarbeit, die die Sönke-Nissen-Park Stiftung seit 1977 von dort aus koordiniert, um Bedarfe und Bedürfnisse der Menschen aufzuspüren und die Menschen an dem Prozess zu beteiligen, Wünsche und Bedarfe umzusetzen, wie Einrichtungsleiterin Silke Löbbers (44) erläutert.

Kulturelle Angebote


Die Stiftung bietet kulturelle Angebote wie Kammerkonzerte, Kino und Theater oder Lesungen an, ist Träger der Eltern-Kind-Einrichtung „Mini-Club“ in der Sönke-Nissen Allee 2a und unterstützt, wo von anderer Seite keine Hilfen übernommen werden, Kinder in Familien – unbürokratisch über den Fonds Glinder Kindersolidarität. Die Stiftungsarbeit wird teilweise finanziell von Stadt, Kreis und Land sowie durch Spenden unterstützt. „Die Stadt wäre deutlich ärmer, wenn es die Angebote im Gutshaus nicht mehr gäbe“, sagt Silke Löbbers, die auch für Vermietungen zuständig ist. Denn das Gutshaus verfügt über Räumlichkeiten mit besonderem Ambiente, die für private Feiern vermietet werden. „Wir können nicht alles selber leisten“, erklärt Silke Löbbers, die auch Projekte verschiedener Träger koordiniert, beispielsweise in der Flüchtlingshilfe. Sehr erfolgreich waren die beiden Veranstaltungen unter dem Motto „Mitten im Leben“ zur Verbesserung der Lebenssituation von Senioren in Glinde. Daraus entstand unter anderem ein Angebot von Oberstufenschülern, die Senioren PC, Smartphone oder Tablet erklären.
Außerdem betreibe die Stiftung ein Betreuungsprojekt für straffällig gewordene Jugendliche aus dem Südkreis, die nach einem Urteil (wegen Diebstahl, Raub, Körperverletzung, Fahren ohne Führerschein, Betrug) auf Richterweisung auf dem Weg zur Lebenstüchtigkeit unterstützt werden, erklärt Silke Löbbers. Dabei gehe es beispielsweise um Konfliktlösungen, Schulabschluss oder Wohnungssuche. Weil die Aufgabe mit der Leitungsfunktion manchmal schwierig zu vereinbaren war, wird die neue stellvertretende Hausleiterin Katrin Ackermann (51) das Projekt zukünftig betreuen. Sie ist die Nachfolgerin der Soziologin Gabriele Gindorf, die viele Projektangebote ins Leben gerufen hat und jetzt nach 34 Jahren Stiftungsarbeit in Ruhestand gegangen ist. Neben Silke Löbbers und Katrin Ackermann hat die Stiftung noch weitere fünf Mitarbeiter, drei davon bei der Schuldner- und Insolvenzberatung. Sie übernehmen auch Prävention in Schulen

Theaterprojekt


Katrin Ackermann, die zuvor beim Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg in Ratzeburg tätig war, übernimmt unter anderem den Treff für Alleinerziehende, der jeden zweiten Montag im Monat von 17 bis 18.30 Uhr stattfindet, ab sofort allerdings im Gutshaus. Väter und Mütter, die sich mit anderen austauschen möchten, sind willkommen, für die Kinder gibt es eine Betreuung. Zum interkulturellen Frauentreff lädt sie jeden 1. Dienstag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr. Den Nachmittagstreff für Frauen gibt es jeden 2. Dienstag im Monat von 15.30 bis 17.30.
Neu ist Katrin Ackermanns Theaterprojekt 50 plus „Blütezeit“, wofür es bereits Interessierte gibt. „Wir suchen noch gezielt Männer, aber auch Frauen können noch mitmachen“, sagt sie. Dabei sind nicht nur Schauspieler gefragt, denn auch für Maske, Regie oder Bühnenbau werden Helfer gesucht. Seit kurzem steht der Bücherwagen im Gutshaus, eine Idee der Literaturgruppe. Das rollende Regal, das die Bücherei gespendet hat, bietet Gelegenheit zum Büchertausch. Am 8. März gibt es das Interkulturelle Erzählcafé, am 27. März den Kleiderflohmarkt von Frauen für Frauen.

Weitere Infos: 71 00 04 – 25, k.ackermann@gutshaus-glinde.de und im Internet www.gutshaus-glinde.de
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